Olympia 2026: Ana Alonso Rodriguez gewinnt Bronze im Skibergsteigen nach schwerem Unfall
Bronze im Skibergsteigen nach schwerem Unfall

Eine Bronzemedaille, die wie Gold schmeckt

Bei der historischen Olympia-Premiere der Disziplin Skibergsteigen in Italien schrieb Ana Alonso Rodriguez eine bewegende Erfolgsgeschichte. Die 31-jährige Spanierin sicherte sich im Sprint die Bronzemedaille – ein Triumph, der angesichts ihrer jüngsten Vergangenheit wie ein Wunder anmutet.

Der schwere Unfall und der Olympia-Traum

Erst Ende September 2025 erlitt Alonso Rodriguez bei einem Fahrradtraining einen folgenschweren Autounfall. Die Verletzungsliste war lang: Kreuzband- und Innenbandriss im linken Knie, eine Knöchelfraktur sowie eine Luxation des linken Schultergelenks. „Meine Welt ist zusammengebrochen“, gestand die Athletin später der spanischen Zeitung Mundo Deportivo.

Vor ihr lag eine schwierige Entscheidung: Eine sofortige Operation hätte das Aus für Olympia 2026 bedeutet. Stattdessen wählte sie eine konservative Behandlung, die ihr einen Start unter Schmerzen ermöglichte, obwohl die Heilungsprognose zunächst ungünstig erschien. „Ich habe mir überlegt, mit welchen Garantien ich antreten würde und bin dann das Risiko eingegangen“, erklärte sie.

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Der Weg zur Medaille

Dank intensiver Rehabilitation durch Ärzte und Physiotherapeuten konnte Alonso Rodriguez am Donnerstag tatsächlich im Sprint an den Start gehen. In Vorlauf und Halbfinale zeigte sie bereits, dass sie trotz ihrer Verletzungen um eine Medaille kämpfen würde. Im Finale musste sie sich nur der Schweizerin Marianne Fatton und der Französin Emily Harrop geschlagen geben.

Nach der Zielüberquerung brachen bei der Spanierin alle Dämme. „Ich bin sprachlos und überwältigt“, sagte sie beim spanischen Fernsehsender Teledeporte. „Vielen Dank an alle, die mich in den vergangenen Monaten, die sehr hart waren, begleitet haben.“

Operation steht noch aus

Alonso Rodriguez betonte, dass sie ihre Innenbandverletzung ohne Eingriff ausheilen lassen wolle, auch wenn ihr Knie durch den Kreuzbandriss etwas instabiler sei. „Ich weiß, dass sich mein Körper früher oder später von den Verletzungen erholen muss. Wenn die Olympischen Winterspiele vorbei sind, werde ich mich operieren lassen“, so die Athletin.

Gold in der Mixed-Staffel?

Die emotionale Bronzemedaille könnte erst der Anfang sein. Alonso Rodriguez kündigte bereits an, am Samstag in der Mixed-Staffel um Gold kämpfen zu wollen. „Ich habe immer gesagt, dass ich meine Ziele nicht ändern werde, dass ich um Gold in der Staffel und um eine Medaille im Sprint kämpfen werde“, erklärte sie. „Die Leute haben mich angesehen, als wäre ich verrückt, als würde ich es nicht einmal zu den Spielen schaffen ... und hier ist die erste Medaille.“

Die spanische Zeitung Marca titelte nach dem sportlichen Wunder treffend: „Eine Bronzemedaille, die wie Gold schmeckt.“ Für Ana Alonso Rodriguez könnte sich ihr persönliches Olympia-Märchen am Samstag sogar noch vergolden.

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