Deutsche Gewichtheber nutzen EM als Standortbestimmung für Olympia-Qualifikation
EM als Standortbestimmung für deutsche Gewichtheber vor Olympia

Deutsche Gewichtheber nutzen EM als Standortbestimmung für Olympia-Qualifikation

Bevor die entscheidende Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles beginnt, will das deutsche Gewichtheber-Aufgebot bei der Europameisterschaft in Georgien wertvolles Selbstvertrauen sammeln. Die EM, die vom 19. bis 26. April in Batumi stattfindet, dient als zentrale Standortbestimmung auf dem Weg zu den Spielen in Kalifornien.

Wichtige Gelegenheit für Leistungsevaluation

„Mit Blick auf die beginnende Olympia-Qualifikation kommt der Europameisterschaft eine entscheidende Bedeutung zu“, betonte Michael Vater, Sportdirektor beim Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG). „Das Turnier bietet eine wichtige Gelegenheit, den aktuellen Leistungsstand unter Wettkampfbedingungen zu evaluieren.“

Die Qualifikation für die Sommerspiele in Los Angeles startet offiziell Ende Oktober mit den Weltmeisterschaften in China. Bei der EM in Georgien stehen für die acht deutschen Athletinnen und Athleten nun die individuellen Bestleistungen im Fokus.

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Ziel: Empfehlung für Olympiateam und Annäherung an internationale Konkurrenz

„Ziel ist es, sich nachhaltig für eine mögliche Nominierung ins Olympiateam zu empfehlen und gleichzeitig eine Annäherung an das hohe Leistungsniveau der internationalen Konkurrenz im Zweikampf zu erreichen“, erklärte Vater weiter. „Erfolgreiche Platzierungen oder Medaillengewinne werden dabei selbstverständlich positiv aufgenommen, stehen jedoch nicht im Vordergrund der sportlichen Zielsetzung.“

Bei der EM im vergangenen Jahr in Chisinau hatte sich das deutsche Aufgebot insgesamt zehn Medaillen gesichert, darunter dreimal Gold durch Roberto Gutu im Reißen (-73kg) und Raphael Friedrich im Stoßen und Zweikampf (-89kg). Beide Europameister stehen erneut im Aufgebot, nehmen diesmal jedoch in anderen Gewichtsklassen teil.

Besonderer Fokus auf Yekta Jamali

Ein besonderer Fokus liegt bei dieser EM auf Yekta Jamali, die in der Klasse -77kg startet. Die gebürtige Iranerin hatte Anfang Februar die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten und feiert in Georgien ihre Premiere für Schwarz-Rot-Gold. „Natürlich ist es auch mein Ziel, eine Medaille zu holen“, sagte Jamali, „das ist schließlich der Wunsch jeder Athletin.“

Das deutsche EM-Aufgebot im Überblick:

  • Frauen: Annika Pilz (-58kg/A-Gruppe), Antonia Ackermann (-69kg/B-Gruppe), Lisa Marie Schweizer (-69kg/A-Gruppe), Yekta Jamali und Lara Dancz (jeweils -77kg/A-Gruppe)
  • Männer: Roberto Gutu (-79kg/B-Gruppe), Lucas Müller (-88kg/A-Gruppe), Raphael Friedrich (-94kg/A-Gruppe)

Die spezifischen Gewichtsklassen der Olympischen Spiele finden bei dieser Europameisterschaft noch keine Anwendung, weshalb ein Teil des Teams in Kategorien antritt, die nicht vollständig den Anforderungen der kommenden Qualifikationsphase entsprechen. Dennoch bietet das Turnier eine entscheidende Möglichkeit, sich auf dem internationalen Parkett zu beweisen und wichtige Erfahrungen für die anstehende Olympia-Qualifikation zu sammeln.

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