Kölner Zuversicht vor Olympia-Referendum: Oberbürgermeister sieht keine Gefahr
Kölner Zuversicht vor Olympia-Referendum: Keine Gefahr

Kölner Zuversicht vor dem Olympia-Referendum: Oberbürgermeister sieht keine Gefahr

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester äußert sich zuversichtlich vor der Auszählung des Olympia-Referendums am Sonntag. Der SPD-Politiker betont, dass die Chancen der Bewerbung Köln/Rhein-Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 auch bei einem negativen Votum in einer der beteiligten Kommunen nicht zwangsläufig gefährdet seien. „Dann müssen wir Alternativen für das Sportstättenkonzept finden“, sagte Burmester im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Optimistische Aussichten und hohe Beteiligung

Burmester fügte optimistisch hinzu: „Diese Gefahr sehe ich aber im Moment nicht. Ich freue mich auf eine starke Beteiligung und auf ein überzeugendes Ja.“ Am Mittwochmorgen lag die Beteiligungsquote in Köln bereits bei 38 Prozent, und der Oberbürgermeister strebt eine Steigerung auf 40 Prozent an. Köln fungiert als „Leading City“ der nordrhein-westfälischen Bewerbung mit etwa 814.000 Wahlberechtigten, der höchsten Anzahl unter den beteiligten Städten.

Wichtige Kriterien und Konkurrenzsituation

Die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger ist ein entscheidendes Kriterium für die Evaluierungskommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Letztlich fällt die Entscheidung über den deutschen Bewerber beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) jedoch am 26. September in Baden-Baden durch die Delegierten, insbesondere die olympischen Verbände. Der DOSB rechnet mit einer Vergabe der Spiele 2036 frühestens im Jahr 2027. Weitere Kandidatenstädte sind München, Hamburg und Berlin.

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München, das 1972 die letzten Olympischen Spiele in Deutschland ausrichtete, erzielte im Herbst bei seinem Referendum eine Zustimmung von 66,4 Prozent. Burmester versteckt sich nicht vor der Konkurrenz: „Wir sind jetzt schon besser als München, weil wir vier Millionen Menschen befragen und beteiligen bei einer wichtigen Entscheidung für den Sport, aber auch über eine Zukunftsfrage für Köln und die Region Rhein-Ruhr.“

Führungsrolle und regionale Bedeutung

Köln übernahm die Führungsrolle der Bewerbung im Oktober, was laut Burmester der Initiative sehr gut getan habe. Die Domstadt stehe für internationale Wahrnehmung und besondere Werte wie Vielfalt, Herzlichkeit sowie die Verbindung von Kultur und Sport. Ein negatives Votum in Köln, wo das Olympische Dorf und ein temporäres Leichtathletik-Stadion geplant sind, wäre jedoch ein herber Schlag für die Bemühungen. Auch Ablehnungen in anderen wichtigen Städten wie Düsseldorf oder Essen wären schwer zu kompensieren.

Zum Bewerbungskonzept gehören weitere Städte im Ruhrgebiet und Rheinland, darunter:

  • Dortmund
  • Duisburg
  • Aachen
  • Krefeld

Die Auszählung der Briefwahl erfolgt am Sonntag in Köln und 16 weiteren Kommunen. Ein positives Ergebnis würde die Kampagne im Rennen um die deutsche Olympia-Bewerbung halten und die Vision einer sportlichen Großveranstaltung in der Region weiter vorantreiben.

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