Gina Lückenkemper schnuppert Bob-Luft bei Olympischen Winterspielen
Deutschlands Sprint-Ass Gina Lückenkemper hat bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo einen ungewöhnlichen Seitenblick auf den Bobsport geworfen. Die 29-jährige 100-m-Europameisterin von München posierte gemeinsam mit ihrer ehemaligen Staffel-Kollegin Alexandra Burghardt für Instagram-Fotos als Anschieberin auf der Olympia-Bahn.
Trainingseinheit mit olympischen Kolleginnen
Mit Händen am Bob, Helm auf dem Kopf und entschlossenem Blick ließ sich Lückenkemper von der besonderen Atmosphäre im Eiskanal inspirieren. "Das Training ist gut gelaufen. Es ist Zeit für den Schlitten, auf den Ihr gewartet habt", kommentierte Burghardt die gemeinsame Session. Die erfahrene Anschieberin hatte 2022 in Peking an der Seite von Pilotin Mariama Jamanka Olympia-Silber gewonnen.
Auch Laura Nolte, die in Italien mit Silber im Monobob dekoriert wurde, mischte sich in den Austausch ein und rief: "Wir sehen uns am Balken." Die lockere Atmosphäre unter den Sportlerinnen zeigte die Verbundenheit über Disziplingrenzen hinweg.
Zukunft als Bob-Anschieberin grundsätzlich denkbar
Lückenkemper hatte bereits zuvor angedeutet, dass sie sich eine Zukunft als Bob-Anschieberin vorstellen könnte. "Alles ist möglich", sagte die als Olympia-Fan vor Ort anwesende Athletin gegenüber Sport1 und fügte hinzu: "Ausprobieren würde ich es auf jeden Fall."
Doch zunächst bleibt der Fokus der Sprinterin klar auf ihrer Leichtathletik-Karriere gerichtet. Im Sommer 2028 stehen mit den Olympischen Spielen in Los Angeles bereits die nächsten großen Ziele an. "Und dann gucken wir weiter", so Lückenkempers pragmatischer Ansatz.
Bronzemedaille als gemeinsamer Erfolg
Beide Athletinnen verbindet nicht nur die Freundschaft, sondern auch ein gemeinsamer sportlicher Erfolg: Sowohl Lückenkemper als auch Burghardt waren in Paris Teil der Bronze-Staffel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Diese Erfahrung schweißt die Sportlerinnen weiter zusammen und könnte Grundlage für zukünftige Kooperationen sein.
Lückenkemper betonte jedoch, dass sie zunächst ihre aktuelle Karrierephase abschließen möchte: "Im Anschluss werde ich schauen, ob ich dann überhaupt noch sage, ich möchte gerne Sport weitermachen, oder wie ich generell weitermachen möchte. Deswegen lasse ich das jetzt mal alles offen."
Die vielseitige Athletin demonstriert mit ihrer Offenheit für den Bobsport nicht nur ihre sportliche Neugier, sondern auch die wachsende Vernetzung zwischen Sommer- und Wintersportdisziplinen bei internationalen Großevents.



