Snoop Klopp erobert Olympia: Jürgen Klopp wird zum Publikumsliebling der Winterspiele
Vollgas auch an der Glocke: Jürgen Klopp läutet beim Biathlon die letzte Runde ein. Der ehemalige Liverpool-Trainer und aktuelle Red-Bull-Fußballchef ist bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo zu einem echten Star geworden. Seit Anfang der Woche tourt der 58-Jährige durch die verschiedenen Austragungsorte und begeistert mit seiner puren Anwesenheit Fans, Athleten und frühere Olympia-Helden.
Zwei Sport-Legenden im Deutschen Haus
Am Montagabend war Klopp gemeinsam mit der Tennis-Legende Boris Becker der Star-Gast im Deutschen Haus in Cortina. Bestens gelaunt scherzte er auf der Bühne und stand für unzählige Fotos mit deutschen Olympia-Sportlern bereit. „Fan bin ich von allem. Ich liebe alles Alpine, ich liebe alle Langlauf-Disziplinen, ich liebe Biathlon. Es ist einfach alles spannend“, sagte Klopp. Er verriet sogar, dass er gefragt wurde, ob er vor der letzten Runde die Glocke läuten möchte. „Ich habe erstmal gefragt: Was ist das eigentlich? Wir werden da sein, es ist mein erstes Live-Rennen“, fügte er hinzu. Fast immer an seiner Seite: sein Sohn Marc Klopp.
Biathlon-Fachgespräch und Ehrengast
Am Dienstag wurde Klopp bei der Männerstaffel im Biathlon tatsächlich die Ehre zuteil, die letzte Runde einzuläuten. Das machte er auf typische Klopp-Art: mit Vollgas und einem lauten Motivationsschrei. Norwegens Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen begleitete Klopp in Antholz und erklärte ihm die Welt der Skijäger. Björndalen verriet, dass Klopp seit drei Jahren eine Einladung zum Biathlon hatte. Klopp selbst sagte vorher: „Ich freue mich riesig darauf. Das ist meine erste Erfahrung bei Olympischen Winterspielen.“ Offenbar wurde es eine sehr gute Erfahrung, denn trotz des fehlenden deutschen Erfolgserlebnisses tauchte er am Mittwoch zur Frauenstaffel direkt wieder in Antholz auf.
Straffes Programm und Gold-Silber-Bronze-Plan
Zuvor hatte Klopp aber noch ein straffes Programm am Dienstagabend. Erst besuchte er das Haus Österreichs, dem Heimatland seines Arbeitgebers Red Bull. Auch dort herrschte gute Laune, es wurden Fotos gemacht und Sprüche geklopft. Doch Klopp hatte noch einen Gold-Silber-Bronze-Plan! Am späten Abend feierte er im Zielraum des Cortina Sliding Centres den Dreifach-Triumph der deutschen Zweier-Bobs. Olympiasieger Lochner witzelte: „Damit er auch endlich mal einen gescheiten Sport sieht.“
Klopp als Star der Spiele
Davon dürfte Klopp auf seiner Olympia-Tour in Italien reichlich gesehen haben. Gleichzeitig wurde er damit selbst zu einem Star der Spiele. Aufregung, Selfie-Jäger und „Kloppo“-Rufe, wo immer er nur auftaucht – die Fans feiern ihn ausgelassen. So wie sonst nur Snoop Dogg. Der US-Rapper Snoop Dogg war bereits bei den Olympischen Sommerspielen in Paris vor zwei Jahren zum Edel-Maskottchen der US-Amerikaner geworden und wurde als TV-Experte von Fans weltweit gefeiert. Bei den Winterspielen in Mailand und Cortina ist der Mega-Star wieder allgegenwärtig – und diesmal sogar offiziell als Ehrencoach des US-Teams dabei.
Jürgen Klopp hat sich mit seiner Begeisterung für den Wintersport und seiner charismatischen Art schnell in die Herzen der Olympia-Fans gespielt. Seine Tour durch die verschiedenen Sportstätten zeigt, wie sehr er die Atmosphäre und die Wettkämpfe genießt. Ob beim Biathlon, Bobsport oder in den Nationalhäusern – Klopp ist überall ein gern gesehener Gast und bringt Stimmung mit. Seine Präsenz unterstreicht die Faszination der Olympischen Winterspiele und verbindet Sportlegenden aus verschiedenen Disziplinen.



