Ganna stürzt van Aert auf dramatische Weise im Finale von Quer durch Flandern
Ganna stürzt van Aert im Finale von Quer durch Flandern

Dramatisches Finale bei Quer durch Flandern: Ganna sprintet van Aert auf der Zielgeraden davon

Beim traditionsreichen Eintagesrennen Quer durch Flandern hat sich am Dienstag ein packendes Duell zwischen zwei Radsport-Größen entschieden. Der italienische Zeitfahr-Spezialist Filippo Ganna von Ineos-Grenadiers setzte sich in einem atemberaubenden Finale gegen den belgischen Favoriten Wout van Aert vom Team Visma-Lease a Bike durch.

Van Aerts Soloflucht scheitert im letzten Moment

Der 31-jährige Belgier hatte das Rennen über 184,6 Kilometer von Roeselare nach Waregem lange Zeit dominiert. Mit einer mutigen Attacke 37 Kilometer vor dem Ziel am anspruchsvollen Eikenberg schloss van Aert zunächst zum führenden Duo auf und setzte sich schließlich am Nokereberg, weniger als zehn Kilometer vor dem Ziel, alleine an die Spitze. Doch das Feld kam immer näher, und Ganna startete eine spektakuläre Verfolgungsjagd.

Auf der finalen Zielgeraden gelang es dem Italiener, den erschöpften Belgier einzuholen und mit einem kraftvollen Sprint knapp zu überholen. Für van Aert bedeutet dies die nächste bittere Niederlage bei diesem Rennen, nachdem er bereits im Vorjahr den Sieg auf dramatische Weise verpasst hatte.

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Gannas erster großer Sieg bei einem Eintagesrennen

Für Filippo Ganna markiert dieser Triumph einen besonderen Meilenstein in seiner Karriere. Es handelt sich um seinen ersten Sieg bei der Generalprobe für die prestigeträchtige Flandern-Rundfahrt und zugleich um seinen ersten Erfolg bei einem größeren Eintagesrennen überhaupt. „Am Ende habe ich mich gut gefühlt, das Team hat mich massiv unterstützt“, erklärte der überglückliche Italiener im Ziel. „Wout hat einen tollen Job gemacht und ihn einzuholen, war nicht einfach. Ich bin sehr glücklich.“

Die 80. Ausgabe von „Dwars door Vlaanderen“ forderte die Fahrer mit sieben Kopfsteinpflasterpassagen und zwölf kleineren Anstiegen. Hinter den beiden Spitzenreitern komplettierte der Norweger Sören Waerenskjold von Uno-X Mobility das Podest mit dem dritten Platz.

Ausblick auf die Flandern-Rundfahrt

Nur vier Tage vor dem Höhepunkt der Frühjahrsklassiker, der Flandern-Rundfahrt in der nordbelgischen Region, zeigte sich van Aert zwar in starker Form, musste sich aber erneut mit dem zweiten Rang begnügen. Die Konkurrenz wird am kommenden Sonntag jedoch noch deutlich größer sein.

Neben Weltmeister Tadej Pogacar werden auch Mathieu van der Poel und Remco Evenepoel vom deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe an den Start gehen. Die Frage bleibt, ob van Aert aus dieser erneuten Enttäuschung Kraft schöpfen kann oder ob Ganna seinen Triumph als Ausgangspunkt für weitere Erfolge nutzen wird.

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