Pogacar verpasst historischen Sieg bei Paris-Roubaix - Van Aert triumphiert
Pogacar verpasst Sieg bei Paris-Roubaix - Van Aert triumphiert

Pogacar verpasst historischen Meilenstein bei der Hölle des Nordens

Im Velodrome von Roubaix trat Tadej Pogacar mit aller Kraft in die Pedale, doch alle Anstrengung blieb vergeblich. Der slowenische Weltmeister musste sich bei der 123. Auflage von Paris-Roubaix im entscheidenden Sprint dem belgischen Klassiker-Spezialisten Wout van Aert geschlagen geben und landete auf dem undankbaren zweiten Platz. Damit verpasste Pogacar erneut den Eintritt in den exklusiven Kreis jener Radprofis, die bei allen fünf Monumenten des Radsports siegreich waren.

Ein Duell für die Geschichtsbücher

Nach 258,3 anstrengenden Kilometern zwischen Compiègne und Roubaix entschied erst der Sprint im Velodrome über den Sieger. Pogacar und van Aert hatten sich zuvor auf den berüchtigten Kopfsteinpflaster-Sektoren ein spannendes Duell ohne klaren Sieger geliefert. Van Aert zog im entscheidenden Moment vorbei und riss schnell eine Lücke, die Pogacar nicht mehr schließen konnte.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Pogacar bei seiner Roubaix-Premiere den zweiten Platz belegt. Mit einem Sieg bei der Königin der Klassiker hätte er dem elitären Trio um Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck und Rik Van Looy beitreten können - den einzigen drei Radprofis, die bei allen fünf Monumenten mindestens einen Sieg feiern konnten.

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Technische Probleme bestimmen das Rennen

In der spektakulären 123. Auflage blieb kaum ein Fahrer von technischen Problemen verschont. Pogacar musste gleich zweimal vom Rad steigen und eine anstrengende Aufholjagd starten. Besonders kritisch wurde es 120 Kilometer vor dem Ziel, als ein platter Vorderreifen den Weltmeister ausbremste.

Ohne schnelle Hilfe eines Teamfahrzeugs musste sich Pogacar zunächst mit einem neutralen Ersatzrad begnügen. Mit Unterstützung seines deutschen Teamkollegen Nils Politt kämpfte er sich jedoch beeindruckend zurück an die Spitze.

Van der Poel verpasst den Anschluss

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Pogacar und seinem großen Rivalen Mathieu van der Poel fiel weitgehend aus. Der niederländische Ex-Weltmeister erlitt im berüchtigten Wald von Arenberg einen Defekt zur denkbar ungünstigsten Zeit.

Van der Poel schnappte sich zwar das Rad seines Teamkollegen, doch es passte nicht richtig. Das lange Warten auf das Begleitfahrzeug kostete ihn wertvolle zwei Minuten auf die Spitzengruppe. Trotz einer beeindruckenden Aufholjagd reichte es am Ende nur für den vierten Platz.

Ein Rennen voller Dramatik

Bei kräftigem Rückenwind fuhren die Profis von Beginn an ein zügiges Tempo. Bereits beim ersten der 30 harten Kopfsteinpflaster-Sektoren waren die Top-Favoriten bestens positioniert. Doch das Rennen entwickelte sich zu einem wahren Spektakel mit zahlreichen Stürzen, Platten und unerwarteten Wendungen.

Pogacar und van Aert passierten gemeinsam sogar jenen kritischen neunten Sektor, auf dem der Slowene im Vorjahr gestürzt war. Diesmal blieb ein solches Malheur aus, doch der ersehnte Sieg sollte Pogacar dennoch verwehrt bleiben.

Bester deutscher Fahrer wurde Nils Politt aus Köln, der einen respektablen neunten Platz erreichte. Für Wout van Aert bedeutet der Sieg den lang ersehnten ersten Triumph bei Paris-Roubaix, während Tadej Pogacar seinen Angriff auf den historischen Coup um mindestens ein Jahr verschieben muss.

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