Pogacar vor Paris-Roubaix: Gelassenheit trotz historischer Chance auf Monument-Quintuple
Pogacar vor Paris-Roubaix: Gelassen trotz historischer Chance

Pogacar vor Paris-Roubaix: Gelassenheit trotz historischer Chance

Der slowenische Rad-Weltmeister Tadej Pogacar zeigt sich vor dem anstehenden Paris-Roubaix erstaunlich entspannt. Dabei steht dem 27-Jährigen am kommenden Wochenende die Möglichkeit bevor, Radsportgeschichte zu schreiben. Mit einem Sieg in der sogenannten Hölle des Nordens würde Pogacar als erst vierter Fahrer überhaupt alle fünf prestigeträchtigen Monumente des Straßenradsports gewinnen.

„Druck niedrig wie der Reifendruck“

Nach seinem dritten Triumph bei der Flandern-Rundfahrt am Ostersonntag gab sich der Alleskönner gelassen. „Die Motivation ist hoch, der Druck niedrig – so niedrig wie der Reifendruck sein wird“, erklärte Pogacar mit Blick auf das bevorstehende Rennen über die berüchtigten Pflastersteine Nordfrankreichs. Der Sieg bei Paris-Roubaix stellt das letzte fehlende Puzzleteil in seiner Sammlung der fünf wichtigsten Eintagesrennen dar.

„Es stehen jetzt zwei von fünf, wir sollten nicht zu weit vorgreifen“, mahnte der Slowene zur Bescheidenheit nach seinem zweiten Monument-Sieg der Saison. „Lasst uns den Moment genießen, lasst uns diesen heutigen Sieg genießen und mit neuer Motivation nach Roubaix fahren – dann werden wir sehen, was passiert.“

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Historische Dimension des möglichen Triumphs

Die statistischen Dimensionen von Pogacars aktueller Serie sind beeindruckend:

  • Vier Monumente in Folge gewann der Dominator
  • Zwölf Monumente insgesamt in seiner Karriere
  • Nur die Legende Eddy Merckx mit 19 Siegen liegt in der ewigen Bestenliste noch vor ihm

Sollte Pogacar in Nordfrankreich triumphieren, würde er in eine exklusive Gruppe eintreten. Bisher gelang es nur drei Fahrern in der Geschichte des Radsports, alle fünf Monumente zu gewinnen:

  1. Eddy Merckx
  2. Roger de Vlaeminck
  3. Rik Van Looy

Machtdemonstration bei der Flandern-Rundfahrt

Bei seinem jüngsten Triumph in Oudenaarde zeigte Pogacar erneut seine überragende Klasse. Über 278 Kilometer distanzierte er zunächst den Debütanten Remco Evenepoel am Oude Kwaremont und schüttelte dann Mathieu van der Poel 18 Kilometer vor dem Ziel ab. Diese Leistung unterstrich seinen aktuellen Dominanzstatus im Weltradsport.

Herausforderung Paris-Roubaix

Die Aufgabe am kommenden Wochenende wird jedoch alles andere als einfach. Bei seinem Debüt im Vorjahr musste sich Pogacar in Roubaix mit dem zweiten Platz hinter van der Poel begnügen, der damals seinen dritten Sieg in Folge feierte. Die besonderen Herausforderungen des Rennens:

  • Extrem anspruchsvolle Pflastersteinpassagen
  • Unberechenbare Wetterbedingungen
  • Hohe physische und mentale Belastung

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Pogacar gelassen: „Ich werde es genießen, egal wie das Ergebnis ausfällt.“ Nach Paris-Roubaix warten noch zwei weitere Monumente auf den Slowenen: Lüttich-Bastogne-Lüttich am 26. April und die Lombardei-Rundfahrt am 10. Oktober.

Die Radsportwelt blickt gespannt auf das kommende Wochenende, das entweder einen weiteren Meilenstein in Pogacars bereits jetzt legendärer Karriere bringen oder zeigen könnte, dass selbst der dominierende Fahrer der Gegenwart an den besonderen Herausforderungen von Paris-Roubaix scheitern kann.

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