Radprofi Damien Touzé nach Horror-Sturz in Oman: „Ich werde sterben, sag‘ unserem Sohn, dass ich ihn liebe“
Der 10. Februar 2026 wird für den französischen Radprofi Damien Touzé (29) ein unvergessliches Datum bleiben – und er ist dankbar, dass er sich überhaupt daran erinnern kann. Der Fahrer des Cofidis-Teams stürzte an diesem Tag auf der vierten Etappe der Tour de Oman schwer und zog sich dabei lebensbedrohliche Verletzungen zu.
Dramatischer Anruf an die Ehefrau
Wie die französische Sportzeitung „L‘Equipe“ nun ausführlich berichtet, erlitt Touzé einen Beckenbruch, einen Oberschenkelbruch und – zunächst unerkannt – einen Milzriss. Seine Ehefrau Sofia Six erinnert sich mit Schrecken an den Tag des Unfalls: „Ich war bei der Arbeit und habe das Rennen nicht verfolgt. Als Damien mich anrief, wusste ich nicht, dass er gestürzt war. Er weinte. Er sagte zu mir: ‚Ich werde sterben, sag‘ unserem Sohn, dass ich ihn liebe.‘“ Sie versuchte, ihn zu beruhigen, doch innerlich spürte sie, dass die Situation ernster war als die zunächst diagnostizierten Knochenbrüche.
Lebensgefährliche Komplikationen in provisorischem Krankenhaus
Nach dem Sturz wurde Touzé zunächst in ein provisorisches Krankenhaus ohne Röntgengerät gebracht, wo nur seine Oberschenkelwunde versorgt wurde. Der Profi beschreibt die beängstigende Situation: „Ich hatte das seltsame Gefühl, dass ich sterben würde. Ich wollte nicht allein bleiben und hatte Angst in einem Land, das ich nicht kannte.“ Erst in einer anderen Klinik wurde die lebensbedrohliche Milzruptur diagnostiziert, die mit hohem Fieber einherging.
Teamärztin als Lebensretterin
Die Cofidis-Ärztin Annemie Batjoens erkannte die Schwere der Bauchverletzung und sorgte für die notwendige Behandlung. „Das erste Krankenhaus war zu klein, um solche Verletzungen zu behandeln, und ich wollte ihn unter diesen Umständen nicht allein lassen“, erklärt Batjoens. Der Onkel des Fahrers, Jean Philippe Yvon, betont: „Es war erschreckend, ich hatte das Gefühl, dass niemand ihm helfen konnte, aber die Ärztin von Cofidis hat ihm das Leben gerettet.“
Langer Weg der Genesung
Nach seiner Rückkehr nach Europa musste Touzé in einem Krankenhaus im belgischen Roeselare operiert werden – die „L‘Equipe“ schreibt von einem „Aufschneiden und Wieder-Zusammenflicken“. Mittlerweile erholt sich der Radprofi zu Hause im belgischen Ploegsteert bei seiner Frau und seinem Sohn César und kann bereits wieder auf Krücken gehen. Cofidis-Manager Raphael Jeune fasst zusammen: „Ohne Annemie Batjoens wäre Damien nicht mehr hier.“ Ein dramatischer Unfall mit glücklichem Ausgang, der die Gefahren des Profi-Radsports einmal mehr deutlich macht.



