Das französische Ausnahmetalent Paul Seixas blickt voller Vorfreude auf seine mit Spannung erwartete Premiere bei der Tour de France im Juli. Der erst 19 Jahre alte Hoffnungsträger möchte bei der wichtigsten Rad-Rundfahrt der Welt für Furore sorgen und den dominanten Tadej Pogacar herausfordern.
Kein Druck, aber große Ambitionen
„Ich habe mir kein konkretes Ziel gesetzt, außer wirklich mein Bestes zu geben“, sagte Seixas bei einer Medienrunde. „Es gibt keine Gewissheit. Aber ich glaube, dass ich die Fähigkeit habe, Großes zu leisten.“ Der Youngster betonte, dass er ohne großen Druck an den Start gehen werde. „Ich bin froh, die Tour fahren zu können. Das ist ein Kindheitstraum und ich werde den Moment genießen. Klar, es wird hart werden, das ist das Wesen der Tour, aber davor habe ich keine Angst.“
Entscheidung für das Debüt
Am Montag hatte Seixas seine erstmalige Teilnahme an der Frankreich-Rundfahrt bestätigt und damit wochenlange Spekulationen beendet. „Wir haben schon vor langer Zeit darüber nachgedacht. Ich habe gesehen, dass ich Fortschritte gemacht habe. Aber die Priorität lag wirklich darauf, zu sehen, wie sich meine Regenerationsfähigkeit entwickelt“, erklärte er. Nun fühlen sich der Youngster und sein Team Decathlon-CMA CGM bereit, auch wenn es die erste dreiwöchige Landesrundfahrt für Seixas ist.
Erfahrung und Strategie
„In der ersten Woche werde ich noch eine Anstrengung leisten, die ich kenne. Danach werden wir in eine Art Entdeckungsphase übergehen. Wir werden also sehen, wie es läuft“, sagte Seixas. Sein Plan sei, „die bestmögliche Gesamtplatzierung zu erreichen. Es wird also die Strategie geben, auf den ersten Etappen keine Zeit zu verlieren.“
Bisherige Erfolge und die nationale Hoffnung
Seixas hatte zuletzt trotz seines jungen Alters für Furore in der Weltspitze gesorgt und Frankreich in Ekstase versetzt. Nach beeindruckenden Siegen bei der Baskenland-Rundfahrt sowie beim Flèche Wallonne in Belgien musste sich der Shootingstar zuletzt beim Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich nur dem Dominator Pogacar geschlagen geben. Seit 41 Jahren, seit dem Sieg von Bernard Hinault 1985, warten die radsportbegeisterten Franzosen auf einen Sieger aus dem eigenen Land. Trotzdem glaubt Seixas, mit den Hoffnungen der Nation und der Aufmerksamkeit umgehen zu können.



