Deutscher Segler stirbt bei Schwimmunfall auf Fernando de Noronha
Deutscher Segler stirbt bei Schwimmunfall

Ein tragischer Unfall überschattet die Vorbereitungen für eine große Atlantiküberquerung: Der deutsche Segler Lukas Wehage (32) aus Porta Westfalica ist auf der brasilianischen Inselgruppe Fernando de Noronha ums Leben gekommen. Der 32-Jährige war Crew-Mitglied des Forschungsschiffs „Malizia Explorer“ unter der Leitung des bekannten Profi-Seglers Boris Herrmann (44).

Emotionaler Abschied von Boris Herrmann

Boris Herrmann, Gründer des Teams Malizia, zeigte sich tief betroffen: „Wir alle bei Team Malizia sind zutiefst schockiert und können diese schreckliche Nachricht nicht begreifen. Unsere oberste Priorität ist es jetzt, Lukas’ Familie in dieser schweren Zeit zu unterstützen, während sie den furchtbaren Verlust ihres Sohnes und Bruders verarbeiten müssen.“

Herrmann hatte Wehage Ende 2025 im argentinischen Ushuaia kennengelernt, wo dieser als Backpacker unterwegs war. Über den Verstorbenen sagte er: „Er lebte sein Leben in vollen Zügen. Er teilte denselben Abenteuergeist wie wir, die gleiche Liebe zum Überqueren der Ozeane mit Segelbooten und zum Schutz unseres Planeten, und das Team fühlte sich geehrt, ihn an Bord unserer Malizia Explorer zu haben.“

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Unfall beim Schwimmen in der Bucht

Der tragische Vorfall ereignete sich am Nachmittag des 22. April (Ortszeit). Die „Malizia Explorer“ war kurz zuvor aus Rio de Janeiro eingetroffen und lag in der Bucht von Praia do Porto vor Anker. Der Stopp war Teil eines wissenschaftlichen Projekts vor der geplanten Atlantiküberquerung.

Kurz nach der Ankunft gingen mehrere Besatzungsmitglieder schwimmen, darunter Lukas Wehage. Plötzlich tauchte er nicht mehr auf. Andere Crewmitglieder alarmierten sofort den Notdienst und leiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Lokale Rettungsteams brachten ihn ins Krankenhaus São Lucas, wo er wenig später starb.

Die genauen Umstände des Unglücks sind noch unklar. Laut Gesundheitsbehörde der Insel erlitt Wehage eine plötzliche „Ohnmacht unter Wasser“. Die Crew betonte, dass frühere Informationen, wonach er an der Ankerkette des Segelbootes gearbeitet habe, nicht bestätigt wurden.

Ein schrecklicher Verlust für das Team

Boris Herrmann, der unter anderem die Vendée Globe 2024/25 segelte, zeigte sich fassungslos: „Dies ist ein schrecklicher Verlust. Wir werden ihn niemals vergessen.“ Das Team Malizia konzentriert sich nun darauf, die Familie des Verstorbenen zu unterstützen.

Die Vulkaninseln von Fernando de Noronha sind bekannt für ihre traumhaften Strände und streng limitierten Touristenströme. Der Unfall ereignete sich in der Bucht von Praia do Porto, einem beliebten Ankerplatz.

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