EM in Paris: Schwimmstar Lukas Märtens sieht Rückkehr als Vollendung seines Kreises
Der Magdeburger Schwimm-Olympiasieger Lukas Märtens blickt mit großer Vorfreude und emotionaler Spannung auf die anstehenden Europameisterschaften in Paris. Für den 24-Jährigen stellt diese Rückkehr an den Ort seines größten sportlichen Triumphes eine besondere symbolische Bedeutung dar. Im Jahr 2024 hatte sich Märtens in der französischen Hauptstadt über 400 Meter Freistil die olympische Goldmedaille gesichert – nun kehrt er genau zwei Jahre später zurück, um bei den Europameisterschaften erneut zu glänzen.
„Das möchte ich unbedingt wieder schaffen“ – Märtens' Ambitionen für Paris
In einer Medienrunde am Dienstag betonte der Weltklasse-Schwimmer seine Motivation: „Das war mein erster großer Sieg auf internationaler Ebene. Das möchte ich unbedingt wieder schaffen.“ Sein EM-Titel aus dem Jahr 2022 beschrieb Märtens als „mega Gefühl“, eine Erfahrung, die er in Paris unbedingt wiederholen möchte. Die Möglichkeit, genau an jenem Ort erneut zu triumphieren, wo ihm der olympische Sieg gelang, bezeichnete er als „ein Push“ für seine mentale Vorbereitung.
„Dann schließt sich der Kreis“, erklärte Märtens mit spürbarer Emotion in seiner Stimme. Diese Formulierung unterstreicht, wie sehr der Schwimmer die kommenden Europameisterschaften als logische Fortsetzung und Vollendung seiner bisherigen Karrierehöhepunkte betrachtet.
Solide Qualifikation und aktuelle Form
Für die europäischen Titelkämpfe ist Märtens bereits auf seiner Paradestrecke gesetzt, nachdem er im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel errungen hatte. Auch das Startrecht über 800 Meter Freistil sicherte er sich durch WM-Bronze, während er die Norm über 200 Meter Rücken erst am vergangenen Wochenende mit einem deutschen Rekord in Norwegen knackte.
Der Weltrekordler konzentriert sich nun zunächst auf die Deutschen Meisterschaften in Berlin, die am Donnerstag beginnen. Dort wird Märtens auf den 400 und 800 Metern Freistil antreten. „Darauf fokussiere ich mich nun erst einmal“, erklärte der Schwimmstar und verwies auf seinen bewährten Ansatz: „Ich bin bisher immer sehr gut damit gefahren, dass ich einfach schaue, wie sich das Jahr entwickelt. Man kann nicht immer alle Dinge vorhersehen.“
Perspektive auf eine besondere Rückkehr
Die Europameisterschaften in Paris versprechen für Lukas Märtens somit nicht nur einen weiteren sportlichen Wettkampf, sondern eine Rückkehr an den Ort, der untrennbar mit seinem bislang größten Karriereerfolg verbunden ist. Während viele Athleten verschiedene Wettkampforte in ihrer Laufbahn sammeln, erhält Märtens die seltene Gelegenheit, genau dort erneut anzutreten, wo ihm der olympische Triumph gelang.
Diese besondere Konstellation könnte dem Magdeburger zusätzliche Motivation verleihen, wenn er im Becken der französischen Hauptstadt um europäische Medaillen kämpft. Sein Ziel ist klar: den Kreis zu schließen, der mit dem Olympiasieg 2024 begann und bei den Europameisterschaften 2026 seine nächste Vollendung finden soll.



