Comeback als Mutter: Semechin hat eine „neue Challenge“
Sportlich hat die Paralympicssiegerin alles erreicht, nun schwimmt Semechin als Mutter um den Sieg. Elena Semechin gibt nach einer Babypause ihr Comeback.
Zwei paralympische Goldmedaillen, drei WM-Titel und fünf Erfolge bei Europameisterschaften: Elena Semechin hat in ihrer Karriere alles erreicht, doch nun tut sich eine neue Herausforderung auf. „Ich muss mir nichts mehr beweisen“, sagte die sehbehinderte Schwimmerin im SID-Gespräch: „Aber ich habe jetzt eine neue Challenge: Als Mama zu performen mit einem komplett neuen Leben, mit einem komplett neuen Menschen an meiner Seite, der mich auch zu 100 Prozent braucht.“
Im September vergangenen Jahres erblickte ihr Sohn Klaus Phillip das Licht der Welt. Schon sieben Wochen nach der Entbindung begann Semechin wieder mit dem Training. Am Freitag gibt die 32-Jährige ihr Comeback, in der Weltserie in Berlin steht Semechin über ihre Paradestrecke 100 m Brust erstmals wieder in einem Rennen am Start.
„Ich freue mich sehr, dass ich wieder ins Wettkampfbecken springen kann“, sagte die gebürtige Kasachin: „Ich bin immer noch im Aufbau. Deswegen ist es so spannend, herauszufinden, wo ich aktuell bin, auf welchem Stand mein Körper gerade ist und was ich leisten kann. Es wird wie ein Neustart sein auf dem Weg bis nach L.A., die große Reise, die jetzt vor mir liegt.“
Die Sommerspiele in Los Angeles in zwei Jahren stehen bei Semechin ganz oben auf der Liste. Als Mutter die sportlichen Ziele zu verfolgen, sei „eine sehr spannende Herausforderung, die ich so noch nicht kenne“, sagte Semechin: „Es ist spannend für mich herauszufinden, was jetzt noch drin ist. Wie viel ich noch leisten kann neben all dem Alltag, den ich jetzt bewältigen muss mit dem Kleinen. Ich habe es mir ein bisschen einfacher vorgestellt, muss ich zugeben.“



