Franziska van Almsick: Warum sie keine Angst vor dem Tod hat und lieber nur 60 oder 70 werden möchte
Van Almsick: Keine Angst vor Tod, lieber nur 60-70 Jahre alt

Franziska van Almsick: Gelassenheit gegenüber dem Tod und der Wunsch nach intensivem Leben

Die ehemalige Schwimmstar Franziska van Almsick hat in einem ausführlichen Fernsehinterview neue und persönliche Einblicke in ihr bewegtes Leben als Sportlerin gegeben. Dabei äußerte die bald 48-Jährige eine bemerkenswert gelassene Haltung gegenüber dem Thema Tod und erklärte, warum sie lieber nur 60 oder 70 Jahre alt werden möchte, dafür aber das Leben in vollen Zügen genießen will.

Der frühe Aufstieg und die Schattenseiten des Ruhms

Mit nur 14 Jahren stieg Franziska van Almsick praktisch über Nacht zu einem der größten Sportstars in Deutschland auf. Ihr spektakulärer Durchbruch gelang bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona, wo die damalige Teenager-Sensation gleich drei Medaillen gewann und damit zu einem der ersten gesamtdeutschen Sportidole nach der Wiedervereinigung wurde.

„Der Druck von außen war extrem hart, bei mir zählten immer nur erste Plätze“, erinnert sich van Almsick in der Sky-Sendung „Meine Geschichte“ im Gespräch mit Moderator Riccardo Basile. „Doch letztlich war mein eigener Ehrgeiz sogar noch größer, als ich es mir eingestanden habe.“

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Die zahlreichen Europa- und Weltmeistertitel sowie Weltrekorde, die in den folgenden Jahren folgten, prägten den Schwimmsport der 1990er-Jahre nachhaltig. Doch der frühe Ruhm hatte seine Schattenseiten, wie van Almsick bereits mehrfach betont hat.

Lernen, mit Erwartungen und Belastungen umzugehen

Als junges Mädchen musste sie frühzeitig lernen, mit den enormen Erwartungen und Belastungen des Spitzensports umzugehen – und das unter der ständigen Beobachtung der Öffentlichkeit. „Gott sei Dank bin ich da relativ glimpflich davongekommen“, reflektiert die Schwimmlegende. „Das hätte durchaus auch ganz anders enden können. Im Grunde habe ich einfach versucht zu überleben und mich durchzukämpfen.“

Obwohl ihr großer Lebenstraum, die olympische Goldmedaille, letztlich unerfüllt blieb, hat die Mutter zweier Söhne mittlerweile ihr persönliches Glück gefunden. „Ich besitze alles, was man im Leben wirklich haben kann“, erklärt van Almsick mit Überzeugung. „Und was ich nicht habe, das kaufe ich mir einfach, wenn ich es wirklich brauche oder möchte.“

Die gelassene Einstellung zum Tod und zur Lebensdauer

Besonders bemerkenswert ist van Almsicks philosophische Haltung zum Thema Sterblichkeit. „Ich möchte lieber nur 60 oder 70 Jahre alt werden, dafür aber intensiv durchs Leben gehen, wild tanzen und auch Fehler machen dürfen“, beschreibt die Sportlerin ihre Lebensphilosophie. „Ich will das Leben in all seinen Facetten spüren und bewusst genießen, so wie es gerade ist. Vielleicht wird man dann nicht 97 Jahre alt, aber ich könnte am Ende mit Überzeugung sagen: Mehr ging einfach nicht, ich habe alles gegeben.“

Diese Einstellung gipfelt in einer erstaunlichen Aussage: „Ich habe bis zum heutigen Tag nicht einmal Angst vor dem Sterben selbst“, bekennt die Schwimmlegende, die am kommenden Sonntag ihren 48. Geburtstag feiert.

Das Interview zeigt eine Frau, die nach einer bewegten Karriere mit Höhen und Tiefen zu einer ausgeglichenen Lebenshaltung gefunden hat – eine Haltung, die nicht auf maximale Lebensdauer, sondern auf maximale Lebensintensität setzt.

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