Ex-Nationalstürmer fordert mehr Vertrauen in VfB-Stürmer Deniz Undav
Der ehemalige Nationalstürmer Nils Petersen hat in seiner Funktion als DAZN-Experte eine klare Botschaft an Bundestrainer Julian Nagelsmann gerichtet. Vor den Bundesliga-Samstagsspielen äußerte der 37-Jährige deutliche Kritik an der bisherigen Behandlung von Deniz Undav im DFB-Team.
"Wenn Nagelsmann zuguckt, kriegt er Magengeschwüre"
Petersen begann seine Ausführungen mit einer provokanten These: "Wenn Julian Nagelsmann jetzt zuguckt, kriegt er wahrscheinlich Magengeschwüre, denn ich glaube nicht, dass er der größte Fan von Deniz Undav ist." Der Ex-Profi machte dabei keinen Hehl aus seiner eigenen Begeisterung für den VfB-Stürmer.
"Ich bin ein Fan vom Neuner. Ich bin ein Fan davon, dass jemand die Box beherrscht, dass jemand jahrelange Erfahrung hat in der Box", so Petersen weiter. Er stellte dabei einen direkten Vergleich zu Kai Havertz an: "Natürlich ist Kai Havertz ein toller Spieler, aber: Undav weiß, wo das Tor steht. Und Undav ist auch ein super Zuspieler für Wirtz, Musiala, die Spieler, die das brauchen."
Cleverness als entscheidendes Argument
Das Hauptargument für eine Nominierung Undavs als WM-Stürmer Nummer 1 sieht Petersen in der besonderen Cleverness des Angreifers. "Er ist so clever. Wenn man sich das Tor gegen Ghana anguckt: 99 Prozent der Spieler stehen da im Abseits – er nicht. 99 Prozent treffen da das Tor nicht – er schon", analysierte der langjährige Bundesliga-Torjäger.
Petersen verwies dabei auf die herausragende Trefferquote des Stuttgarters sowohl in der Bundesliga als auch in der Nationalmannschaft. Diese statistische Überlegenheit sei kein Zufall, sondern Ergebnis einer besonderen Spielintelligenz.
Verständnis für Nagelsmanns Position
Trotz seiner klaren Forderung zeigte Petersen auch Verständnis für die Position des Bundestrainers. "Ich verstehe auch Nagelsmann: Jeder hat Spielertypen, auf die er steht und auf die er nicht so steht. Nagelsmann sieht da vielleicht andere Spielertypen wie Havertz oder Woltemade", räumte der Experte ein.
Dennoch betonte er: "Aber er kommt nicht an ihm vorbei, weil er trifft. Er ist auch ein polarisierender Spieler. Aber diese Reibung schadet nicht vor einem Turnier." Petersen sieht in der kontroversen Diskussion sogar einen positiven Effekt für die Mannschaftsvorbereitung auf die WM 2026.
Konkrete WM-Empfehlung
Abschließend bekräftigte Petersen seine klare Position: Würde er das Sagen als Bundestrainer haben, wäre Deniz Undav sein unumstrittener Stürmer Nummer 1 für die anstehende Weltmeisterschaft. Diese Einschätzung begründete er mit einer detaillierten Analyse der spielerischen Stärken des VfB-Angreifers.
Die Debatte um die beste Stürmer-Besetzung für die deutsche Nationalmannschaft dürfte durch Petersens deutliche Worte weiter an Fahrt aufnehmen. Insbesondere die direkte Ansprache an Bundestrainer Nagelsmann unterstreicht die Dringlichkeit der Diskussion wenige Monate vor dem WM-Turnier.



