IOC hebt Beschränkungen für belarussische Sportler auf
Das Internationale Olympische Komitee hat die Sanktionen gegen Sportler aus Belarus aufgehoben. Künftig dürfen Athleten aus Belarus wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne an allen internationalen Wettkämpfen teilnehmen, einschließlich Mannschaftswettbewerben. Dies gab die IOC-Spitze nach Beratungen in Lausanne bekannt. Die Sanktionen gegen Russland bleiben hingegen bestehen.
Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor mehr als vier Jahren hatte das IOC sowohl russische als auch belarussische Sportler mit Sanktionen belegt. Belarus unterstützt Russland in dem Krieg. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris und den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo durften nur Einzelsportler beider Nationen als neutrale Athleten teilnehmen.
Gründe für die Aufhebung
Das IOC begründete die Aufhebung der Sanktionen gegen Belarus damit, dass der Start von Athleten bei internationalen Wettbewerben nicht durch das Handeln ihrer Regierungen eingeschränkt werden sollte, einschließlich der Beteiligung an einem Krieg oder Konflikt. Zudem wollte das IOC rechtzeitig zu Beginn der Qualifikationswettbewerbe für die Sommerspiele 2028 in Los Angeles Klarheit schaffen. Dies bedeutet unter anderem, dass Tennisstar Aryna Sabalenka auf der WTA-Tour wieder unter belarussischer Flagge spielen darf.
Russland weiterhin sanktioniert
Die anhaltenden Sanktionen gegen Russland begründete das IOC damit, dass das Nationale Olympische Komitee Russlands weiterhin wegen Verstößen gegen die Olympische Charta suspendiert sei. Zudem nehme das IOC mit Besorgnis die jüngsten Informationen zur Kenntnis, die dazu geführt haben, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) das russische Anti-Doping-System untersucht. Daher wolle sich das IOC zunächst ein besseres Bild von der aktuellen Situation machen.



