IOC hebt Sanktionen gegen belarussische Sportler auf
IOC hebt Sanktionen gegen Belarus auf

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Sanktionen gegen Sportlerinnen und Sportler aus Belarus aufgehoben. Die Athleten aus dem Land dürfen künftig wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne an allen internationalen Events teilnehmen, auch an Mannschaftswettbewerben. Dies gab die IOC-Spitze nach Beratungen in Lausanne bekannt. Die Beschränkungen gegen Russland bleiben dagegen in Kraft.

Hintergrund der Entscheidung

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vor mehr als vier Jahren hatte das IOC sowohl Russlands Sportler als auch die belarussischen Athleten mit Sanktionen belegt. Belarus unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine. An den Olympischen Spielen in Paris 2024 und den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo in diesem Jahr durften nur Einzelsportler beider Nationen als neutrale Athleten teilnehmen.

Neue Linie des IOC

Von dieser Linie rückt das IOC nun zumindest für Belarus ab. Die Begründung: Nach Meinung der Dachorganisation sollte der Start von Athleten bei internationalen Wettkämpfen „nicht durch das Handeln ihrer Regierungen eingeschränkt werden, einschließlich der Beteiligung an einem Krieg oder Konflikt“. Zudem wollte das IOC rechtzeitig zu Beginn der Qualifikationswettbewerbe für die Sommerspiele 2028 in Los Angeles seine Haltung klären.

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Damit dürfte unter anderem Tennisstar Aryna Sabalenka auf der WTA-Tour wieder unter belarussischer Flagge spielen. Die Entscheidung des IOC betrifft alle Sportarten und Wettbewerbe, sodass belarussische Athleten künftig wieder ihre nationale Identität zeigen können.

Russland weiterhin sanktioniert

Die anhaltenden Sanktionen gegen Russland begründete das IOC damit, dass das Nationale Olympische Komitee des Landes weiterhin wegen Verstößen gegen die Olympische Charta suspendiert sei. Zudem nehme das IOC „mit Besorgnis die jüngsten Informationen zur Kenntnis, die dazu geführt haben, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) das russische Anti-Doping-System untersucht“. Daher wolle sich das IOC zunächst noch ein besseres Bild von der aktuellen Situation machen, bevor es über eine mögliche Aufhebung der Sanktionen entscheidet.

Die Entscheidung des IOC wird in der Sportwelt unterschiedlich aufgenommen. Während einige die Aufhebung der Sanktionen gegen Belarus als Schritt zur Normalisierung begrüßen, kritisieren andere, dass Belarus weiterhin Russland im Krieg unterstützt und daher keine Lockerung verdient habe. Die ukrainische Regierung hat bereits Protest angemeldet.

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