Eine Fußverletzung mag Fußballer oder Tennisspielerinnen stoppen. Schachspieler Alireza Firouzja aber hat trotz Schmerzen eine bequeme Möglichkeit gefunden, zum nächsten Wettkampf anzutreten. Der französische Großmeister erlitt eine Knöchelverletzung, die jedoch nicht gebrochen ist. Beim Superbet Chess Classic in Bukarest spielt er nun aus dem Krankenbett heraus weiter.
Historische Szene im Turniersaal
Derzeit findet das Super Chess Classic in Bukarest statt, ein stark besetztes Großmeisterturnier. Kurz vor Beginn der fünften Runde am Montag veröffentlichte der Veranstalter eine Mitteilung: Alireza Firouzja habe sich eine Knöchelverletzung zugezogen, glücklicherweise sei der Knöchel aber nicht gebrochen. Wie Firouzja sich verletzt hat, teilt der Turnierveranstalter nicht mit.
„Nach Rücksprache mit seinem Team und den Organisatoren hat er beschlossen, das Turnier in einem speziellen Raum fortzusetzen, mit der Zustimmung seiner Gegner in Anwesenheit eines Schiedsrichters“, heißt es weiter. Wie das aussieht, ist jetzt in einem Video zu sehen: Firouzja, T-Shirt und Sporthose, liegt seitlich in einem Bett, den rechten Fuß auf einem Kissen. Vor ihm steht ein kleiner Tisch samt Schachbrett und -uhr. Auf der anderen Seite sitzt der Usbeke Javokhir Sindarov, Jeans und weißes Hemd, und grübelt über seinen nächsten Zug nach.
Erinnerung an Tony Miles
Die Szene erinnert an den Engländer Tony Miles: Der Großmeister spielte 1985 im niederländischen Tilburg Berichten zufolge wegen Rückenschmerzen mehrere Partien liegend. Für ihn war eigens eine Massagebank im Turniersaal aufgestellt worden. Miles gewann das Turnier am Ende punktgleich mit zwei Konkurrenten.
Partie gegen Sindarov läuft noch
Die Partie zwischen Firouzja und Sindarov im klassischen Zeitmodus läuft derzeit noch. Sindarov gilt als Favorit, er gewann kürzlich das Kandidatenturnier zur Weltmeisterschaft und wird Ende 2026 Weltmeister Dommaraju Gukesh herausfordern.



