ATP-Turnier in Rio: Yannick Hanfmann scheitert im Achtelfinale
Der deutsche Davis-Cup-Spieler Yannick Hanfmann hat beim ATP-Turnier in Rio de Janeiro nach einem intensiven Dreisatz-Match das Viertelfinale verpasst. Der 34-jährige Profi unterlag dem Argentinier Juan Manuel Cerundolo mit 4:6, 7:6 (7:1), 4:6 und schied als letzter deutscher Teilnehmer aus dem Sandplatzturnier an der Copacabana aus.
Spannender Dreikampf mit wechselnden Führungen
Das Match entwickelte sich zu einem echten Tennis-Krimi. Hanfmann, der in der ersten Runde den Lokalmatador Joao Lucas Reis Da Silva besiegt hatte, geriet im ersten Satz schnell mit 0:3 in Rückstand. Trotz einer bemerkenswerten Aufholjagd auf 4:4 verlor er den ersten Durchgang mit 4:6.
Im zweiten Satz schien Cerundolo bereits auf dem Weg zum sicheren Sieg zu sein, doch Hanfmann zeigte Kampfgeist und erzwang einen Tiebreak, den er souverän mit 7:1 für sich entschied. Damit ging es in den entscheidenden dritten Satz, in dem der Argentinier jedoch die besseren Nerven bewies und mit 6:4 den Sieg davontrug.
Keine deutschen Vertreter mehr im Turnier
Mit Hanfmanns Ausscheiden ist nun kein deutscher Tennisprofi mehr im ATP-Turnier von Rio de Janeiro vertreten. Bereits zuvor war Daniel Altmaier aus Kempen in der ersten Runde gescheitert. Die deutsche Tennisgemeinschaft muss sich somit auf kommende Turniere konzentrieren, um wieder internationale Erfolge zu erzielen.
Das Match dauerte insgesamt über zwei Stunden und zeigte die hohe Qualität beider Spieler. Besonders bemerkenswert war Hanfmanns mentale Stärke, nach dem verlorenen ersten Satz und der knappen Niederlage im dritten Durchgang nicht aufzugeben, sondern bis zum letzten Ballpunkt zu kämpfen.
Für Juan Manuel Cerundolo bedeutet dieser Sieg den Einzug ins Viertelfinale, wo er auf einen weiteren starken Gegner treffen wird. Der Argentinier konnte seine Aufschlagstärke im entscheidenden Moment unter Beweis stellen und nutzte seine Chancen effizienter als der deutsche Kontrahent.



