Suhler Volleyballerinnen demonstrieren Stärke im ersten Finalspiel
Die Volleyballerinnen des VfB Suhl Lotto Thüringen haben einen beeindruckenden Auftakt in die Playoff-Finalserie um die deutsche Meisterschaft hingelegt. Gegen den Dresdner SC setzten sich die Thüringerinnen am Dienstagabend in ihrer heimischen Halle überraschend klar mit 3:0 (25:22, 25:22, 25:16) durch. Damit verteidigte der aktuelle Pokalsieger nicht nur seinen Heimvorteil, sondern positionierte sich optimal im Rennen um das begehrte Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal.
Dresden mit personellen Problemen
Der Supercup-Gewinner aus Sachsen musste deutlich gehandicapt in das erste mitteldeutsche Final-Duell der Saison gehen. Trainer Alexander Waibl sah sich gezwungen, auf seine verletzte Kapitänin und Stamm-Libera Patricia Nestler zu verzichten, was einen kompletten Umbau der Formation erforderte. Für die Nationalspielerin übernahm Außenangreiferin Lorena Lorber Fijok die verantwortungsvolle Aufgabe als zentrale Annahme- und Abwehrspielerin. Zudem kam die Japanerin Miku Akimoto nach längerer Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz, was die taktischen Möglichkeiten zusätzlich einschränkte.
Verlauf des Spiels
Schon in den frühen Spielminuten zeigten sich die Auswirkungen der personellen Veränderungen bei den Gästen aus Dresden. Die Mannschaft hatte große Mühe, ihren gewohnten Rhythmus zu finden und leistete sich zahlreiche ungewöhnliche Aufschlagfehler. Dennoch gelang es den Dresdnerinnen in den ersten beiden Sätzen, das Geschehen über weite Strecken eng zu gestalten und den angriffsstarken VfB-Damen Paroli zu bieten.
Im entscheidenden dritten Satz konnte der Dresdner SC dem kontinuierlichen Druck der Thüringerinnen jedoch nicht mehr standhalten. Die Suhler Volleyballerinnen knüpften nahtlos an ihre überzeugende Leistung aus dem Halbfinale an und dominierten das Spielgeschehen zunehmend. Mit einer konzentrierten und fehlerarmen Aufstellung sicherten sie sich schließlich den verdienten Satz- und Matchgewinn.
Ausblick auf die Serie
Mit diesem souveränen Auftaktsieg hat der VfB Suhl Lotto Thüringen seine Anwartschaft auf die deutsche Meisterschaft eindrucksvoll unterstrichen. In der als „Best of five“ ausgetragenen Finalserie kann sich die Mannschaft bereits am kommenden Samstag beim zweiten Spiel in Dresden den ersten Matchball zum Meistertitel sichern. Ein Erfolg in der sächsischen Landeshauptstadt würde nicht nur den Gewinn der Meisterschaft bedeuten, sondern auch das historische Double aus Meisterschaft und Pokal perfekt machen.
Die Dresdner Volleyballerinnen stehen nun unter erheblichem Druck, müssen in den verbleibenden Spielen der Serie eine deutliche Steigerung zeigen und ihre personellen Probleme kompensieren. Das erste Finalspiel hat deutlich gemacht, dass die Thüringerinnen in Topform sind und mit großer Entschlossenheit um den Titel kämpfen.



