VfB Suhl Volleyballerinnen stehen vor historischem Triumph nach hart erkämpftem Finalsieg
Die Volleyball-Frauen des VfB Suhl Lotto Thüringen haben sich im Playoff-Finale der Volleyball-Bundesliga einen entscheidenden Vorteil erkämpft und stehen nur noch einen Sieg vom erstmaligen Gewinn der deutschen Meisterschaft entfernt. Nach einem dramatischen 3:2 (23:25, 25:11, 24:26, 25:14, 15:13) Erfolg beim Dresdner SC führt das Team von Trainer Laszlo Hollosy in der Best-of-Five-Serie nun mit 2:0 und hat den ersten Meisterschafts-Matchball sicher in der Hand.
Historische Chance für Suhl, Dresden in schwieriger Lage
Mit einem dritten Sieg in Folge könnten sich die VfB-Spielerinnen bereits am Mittwoch in der heimischen Wolfsgrube den ersten Titel der Vereinsgeschichte sichern – ein historischer Moment für den Verein aus Thüringen. Für den Dresdner SC, der auf seinen siebten Meistertitel hofft, wird die Situation dagegen zunehmend prekär. Die Sachsen müssten für die Titelverteidigung nun alle drei noch möglichen Partien gewinnen, was nach zwei Niederlagen in Folge eine enorme Herausforderung darstellt.
Spannendes Duell mit wechselhaften Phasen
Vor 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Dresdner Halle entwickelte sich im ersten Satz ein packender Schlagabtausch auf Augenhöhe, den die Gastgeberinnen knapp für sich entscheiden konnten. Doch im zweiten Durchgang verloren die Dresdnerinnen völlig den Rhythmus, leisteten sich zahlreiche ungezwungene Fehler und gerieten auch im dritten Satz früh in Rückstand. Mit einer bemerkenswerten Aufholjagd drehten sie diesen Abschnitt dennoch zu ihren Gunsten.
Der vierte Satz gestaltete sich als Spiegelbild des zweiten, bevor im entscheidenden Tiebreak die Qualitäten der Suhlerinnen zum Tragen kamen. Sie bewahrten in den kritischen Momenten die Nervenstärke und sicherten sich den hart erkämpften Auswärtssieg.
Personelle Unterschiede bei beiden Teams
Bei den Dresdnerinnen kehrte zwar Kapitänin und Libera Patricia Nestler nach ihrer Verletzungspause ins Aufgebot zurück, doch fehlte mit Mittelblockerin Amanda Siksna erneut eine wichtige Stammspielerin krankheitsbedingt. Diese personellen Engpässe machten sich besonders in den schwächeren Phasen des Spiels bemerkbar und beeinflussten den Spielverlauf entscheidend.
Die VfB-Suhl-Volleyballerinnen haben nun die einmalige Gelegenheit, Vereinsgeschichte zu schreiben. Alle Augen richten sich auf das nächste Aufeinandertreffen am Mittwoch, wo vor heimischer Kulisse der lang ersehnte Meistertitel perfekt gemacht werden könnte.



