Biathlon-Debakel in Otepää: Strelow und Horn mit katastrophalem Schießen
Biathlon-Debakel: Strelow und Horn chancenlos

Biathlon-Debakel in Estland: Deutsche Athleten stürzen nach Schieß-Fiasko ab

Am letzten Wettkampftag des Biathlon-Weltcups in Otepää erlebte das deutsche Team ein verheerendes Schieß-Desaster. Justus Strelow und Philipp Horn mussten jeweils drei Strafrunden absolvieren, was die deutschen Biathleten frühzeitig ins Hintertreffen brachte und alle Hoffnungen auf eine vordere Platzierung zunichtemachte.

Strelow spricht von "absolut indiskutabler" Leistung

Justus Strelow, normalerweise einer der zuverlässigsten deutschen Schützen, fällte nach dem Rennen ein vernichtendes Urteil über seine eigene Leistung. "Das war mit Abstand das schlechteste Rennen, was ich je gemacht habe", sagte der Sachse im ARD-Interview. Besonders das Liegendschießen, das eigentlich seine große Stärke darstellt, bezeichnete er als "absolut indiskutabel". Zwischenzeitlich lag Strelow so weit zurück, dass er sich außerhalb der Top 15 befand und das schlechteste DSV-Ergebnis aller Zeiten in dieser Disziplin drohte.

Nur dank der starken Leistung seiner Teamkollegin Vanessa Voigt, die das Duo in einem chaotischen Rennen noch nach vorne führte, erreichten sie am Ende den vierten Platz. "Wir haben Vanessa zu verdanken, dass wir noch Vierter geworden sind", räumte Strelow ein. Die norwegischen Biathleten sicherten sich mit acht Nachladern den Sieg vor Schweden und Finnland.

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Horn kämpft mit Gewehr- und Formkrise

Ähnlich desaströs verlief wenig später das Rennen für Philipp Horn in der Mixed-Staffel. Auch er musste drei Strafrunden drehen, während Julia Tannheimer eine weitere hinzufügte. Horn beschrieb seine aktuelle Situation als echte Krise, insbesondere was die Beziehung zu seinem Gewehr betrifft. "Ich ärgere mich über mich selbst, weil ich schon das Gefühl hatte, dass es irgendwie machbar war", erklärte der enttäuschte Athlet.

Gemeinsam mit Philipp Nawrath und Selina Grotian belegte das deutsche Quartett nach insgesamt vier Strafrunden und 18 Nachladern nur den fünften Platz. Der Rückstand auf die siegreichen Schweden betrug in dem von Windböen beeinträchtigten Rennen mehr als eine Minute.

Enttäuschende Gesamtbilanz zum Saisonende

Bereits am Vortag hatte es für das deutsche Team in Estland mehrere Rückschläge gegeben. Janina Hettich-Walz fiel nach sieben Fehlschüssen in der Verfolgung vom vierten auf den 26. Platz zurück, während Philipp Nawrath von Platz drei auf Rang acht abrutschte. Vanessa Voigt war mit Platz zehn immerhin die beste deutsche Athletin an diesem Tag.

Besonders frustriert zeigte sich David Zobel, der nach enttäuschenden Platzierungen auf den Rängen 60 und 38 nicht mehr für die letzten Rennen in Oslo nominiert wurde. "Wie beschissen kann ein Saisonende sein?", fragte er auf Instagram und fügte hinzu: "Im Moment bin ich sehr bedient und muss mein bescheidenes Saisonende trotz einer meiner besten Saisons erstmal verarbeiten."

Zum Abschluss der Saison geht es in der kommenden Woche noch nach Oslo, wo in Sprint, Verfolgung und Massenstart die letzten Siege vor der Sommerpause vergeben werden. Für das deutsche Biathlon-Team bleibt nach dem Debakel in Otepää jedoch viel Analyse- und Aufbauarbeit.

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