Biathlon-Trainer Röiseland: Wechsel zu Norwegen im Gespräch – Krebsdiagnose prägt Entscheidung
Deutschlands Co-Trainer Sverre Olsbu Röiseland hat öffentlich Interesse an der Übernahme des norwegischen Trainerjobs geäußert. Sein Vertrag beim Deutschen Skiverband läuft zum Ende dieser Saison aus, was Spekulationen über einen möglichen Wechsel befeuert. Röiseland, der seit Frühjahr 2022 für den DSV arbeitet, gilt als enger Vertrauter von Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß.
Öffentliches Interesse an Norwegens Trainerposition
In einem Interview mit dem dänischen Sender TV2 bestätigte Röiseland seine Ambitionen: „Ich glaube, jeder Trainer möchte Norwegen trainieren. Ob dies der richtige Zeitpunkt ist, werden wir sehen. Aber ich bin absolut bereit, mit Norwegen darüber zu sprechen, wenn sie das wünschen. Ich habe nämlich Interesse an dieser Position gezeigt.“ Bislang waren nur Gerüchte über sein Interesse im Umlauf, nun hat er es erstmals öffentlich gemacht.
Krebsdiagnose verändert Prioritäten
Die Hodenkrebsdiagnose hat das Leben des Norwegers tiefgreifend beeinflusst. „Vor allem müssen Arbeit und Familienleben miteinander vereinbar sein. Trainer zu sein, ist eine Herausforderung für das Familienleben. Und natürlich muss man gute Kollegen haben und geschätzt werden. Man muss auch vermeiden, sich bei der Arbeit zu sehr zu überlasten“, betonte Röiseland. Seine Familie, insbesondere sein zweijähriger Sohn und seine Frau, haben ihm während dieser schwierigen Zeit viel Unterstützung gegeben.
Transparenz gegenüber der Mannschaft
Röiseland entschied sich frühzeitig, seine Diagnose offenzulegen. Anlässlich des ersten Weltcuprennens nach Olympia in Kontiolahti informierte er die deutsche Biathlon-Mannschaft. „Für mich war es wichtig, nicht zu versuchen, es geheim zu halten, sondern transparent zu sein“, erklärte er. Diese Offenheit stärkte das Vertrauen innerhalb des Teams.
Ausblick auf die kommenden Wochen
Wo es für Röiseland als Trainer weitergeht, wird vermutlich in den nächsten Wochen geklärt. Seine Erfahrungen mit der Krebserkrankung haben seine beruflichen Prioritäten neu ausgerichtet, wobei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vordergrund steht. Der mögliche Wechsel zu Norwegen könnte eine bedeutende Veränderung für die deutsche Biathlon-Szene bedeuten.



