Curling-WM: Deutsches Duo Totzek/Sutor als Außenseiter mit Medaillenträumen
Curling-WM: Deutsches Duo will in Genf überraschen

Deutsches Curling-Duo peilt bei WM in Genf Überraschung an

Das deutsche Curling-Duo Sixten Totzek (26) und Kim Sutor (22) startet mit bescheidenen Erwartungen, aber großen Ambitionen in die Weltmeisterschaft im Mixed Doubles. Die Veranstaltung findet in Genf statt, wo das Team des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) am Samstag gegen den Gastgeber Schweiz antreten wird. „Wir sind Außenseiter“, gab Totzek unumwunden zu, betonte aber gleichzeitig den Kampfgeist des Duos.

Herausforderndes Turnierprogramm erwartet die Deutschen

Das Round-Robin-Programm gestaltet sich äußerst anspruchsvoll für Totzek und Sutor. Von den neun gegnerischen Nationen hatten sieben erst im Februar an den Winterspielen in Cortina d’Ampezzo teilgenommen. Diese starke Konkurrenz macht den Einzug in die Playoffs nach eigener Einschätzung „fast zu hoch gegriffen“. Dennoch lassen sich die beiden deutschen Athleten nicht entmutigen.

„Wir sind konkurrenzfähig“, erklärte Kim Sutor, die neben ihrer Sportkarriere Strahlenbiologie studiert. Diese Überzeugung speist sich aus der Vorbereitung und dem Selbstvertrauen des Duos. „Deshalb dürfe man schon träumen, mit einer Medaille nach Hause zu fahren“, so die 22-Jährige weiter. Die Qualifikation für die K.o.-Runde ist das erste Ziel – die besten drei Mannschaften jeder Gruppe erreichen diese entscheidende Phase des Turniers.

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Besonderheiten der Mixed Doubles-Disziplin

Im Mixed Doubles unterscheiden sich die Regeln deutlich vom traditionellen Curling. Jedes Team hat lediglich fünf statt acht Versuche pro End, und es wird über acht statt zehn Legs gespielt. Diese komprimierte Form verlangt den Athleten besondere Strategie und Präzision ab. Für Bundestrainer Uli Kapp steht dabei die Klassenerhaltung an erster Stelle.

Das Abstiegsszenario ist klar definiert:

  • Das Duo auf Platz zehn jeder Gruppe steigt direkt ab
  • Die Teams auf den Rängen acht und neun ermitteln in Relegationsduellen zwei weitere Absteiger
  • Das Turnier endet mit dem Finale am 2. Mai

Deutsche Tradition im Mixed Doubles Curling

Im Vorjahr hatten Joshua Sutor und Pia-Lisa Schöll bei der Weltmeisterschaft in Kanada einen respektablen siebten Platz für Deutschland erreicht. Diese Leistung dient dem aktuellen Duo als zusätzliche Motivation. Die WM in Genf bietet Totzek und Sutor die Chance, an diese Tradition anzuknüpfen und vielleicht sogar noch einen Schritt weiter zu gehen.

Trotz der Außenseiterrolle und der namhaften Konkurrenz zeigt das deutsche Duo Optimismus. Die Kombination aus Totzeks Erfahrung und Sutors wissenschaftlichem Hintergrund könnte sich als interessante Mischung erweisen. Die Curling-Community darf gespannt sein, ob die beiden tatsächlich die erhoffte Überraschung in Genf landen können.

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