Rodlerinnen Eitberger und Matschina gewinnen Olympia-Silber im Doppelsitzer
Deutsche Rodlerinnen holen Silber bei Olympia-Premiere

Emotionaler Silbergewinn für deutsche Rodlerinnen bei Olympia-Premiere

Der Eiskanal von Cortina d'Ampezzo hat sich erneut als zuverlässige Medaillenquelle für das deutsche Olympia-Team erwiesen. Die Rodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina haben bei der historischen olympischen Premiere im Doppelsitzer der Frauen die Silbermedaille gewonnen. Das deutsche Duo musste sich nur den italienischen Rodlerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer geschlagen geben, die den Olympiasieg davontrugen.

Enge Entscheidung im Eiskanal

Nach dem ersten Durchgang lagen Eitberger und Matschina trotz einer leichten Berührung der Banden nur 0,022 Sekunden hinter den führenden Italienerinnen. Auch im zweiten Lauf konnten sie ihre Leistung noch steigern, wurden aber von den Konkurrentinnen aus Italien übertroffen. Am Ende betrug der Rückstand knappe 0,12 Sekunden. Die österreichischen Weltmeisterinnen Selina Egle und Lara Kipp komplettierten das Podest mit Bronze.

Für das deutsche Team ist dies bereits die dritte Rodel-Medaille in Cortina d'Ampezzo, nachdem zuvor Max Langenhan und Julia Taubitz Olympiasiege errungen hatten. Insgesamt waren nur elf Teams am Start, da das Internationale Olympische Komitee lediglich eine Mannschaft pro Nation zugelassen hatte. Diese Regelung führte dazu, dass die WM-Zweiten und Europameister Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal nicht teilnehmen durften.

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Emotionale Momente nach dem Rennen

Die 35-jährige Eitberger beschrieb den Wettkampftag als emotionalen Ausnahmezustand: „Das ist der schlimmste Tag in meinem Leben. Es ging schon mit dem Aufstehen los, ich war sehr, sehr emotional. Ich habe im Zehn-Minuten-Takt nur geheult. Ich habe die letzten acht Jahre Revue passieren lassen, da ist so viel passiert in meinem Leben.“ Besonders vermisste sie ihren Sohn Levi während des Wettkampfs.

Die erfahrene Rodlerin, die bereits 2018 in Pyeongchang Silber im Einsitzer gewonnen hatte, betonte die besondere Bedeutung dieser Medaille: „Das hier gemeinsam mit Magdalena, die in der Zeit eine tolle Freundin geworden ist, ist einfach toll.“ Nach ihrer Silbermedaille 2018 hatte Eitberger in der Saison 2019/20 pausiert und im Februar 2020 ihren Sohn zur Welt gebracht. 2023 meldete sie sich in Oberhof mit dem WM-Titel im Sprint zurück.

Historischer Wettbewerb

62 Jahre nach dem Olympia-Debüt der Männer im Doppelsitzer in Innsbruck/Igls gingen in Cortina d'Ampezzo erstmals auch Frauen in dieser Disziplin bei Winterspielen an den Start. Dieser historische Moment wurde von den deutschen Rodlerinnen mit einer herausragenden Leistung gekrönt. Die 15 Jahre jüngere Magdalena Matschina bewies dabei Nervenstärke und präzises Fahrkönnen.

Die Silbermedaille von Eitberger und Matschina unterstreicht die Stärke des deutschen Rodelnachwuchses und die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen erfahrenen Athletinnen und jungen Talenten. Der Eiskanal von Cortina d'Ampezzo bleibt damit ein besonderer Ort für deutsche Rodelerfolge bei Olympischen Spielen.

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