Deutsche Skirennläuferinnen setzen starke Saison fort
Die deutschen Skirennläuferinnen des Deutschen Skiverbands (DSV) haben beim Weltcup-Finale im norwegischen Kvitfjell erneut für Aufsehen gesorgt. Im drittletzten Rennen der Saison, dem letzten Super-G des Winters, konnten sich gleich zwei Athletinnen in den vorderen Rängen platzieren und damit die erfolgreiche Saison der DSV-Frauen eindrucksvoll untermauern.
Weidle-Winkelmann erreicht erstes Super-G-Podium
Kira Weidle-Winkelmann gelang beim Weltcup-Finale ein besonderer Erfolg: Die deutsche Skirennläuferin belegte im Super-G von Kvitfjell den dritten Platz und erreichte damit ihre erste Podestplatzierung in dieser Disziplin überhaupt. Dies war bereits ihre vierte Podestplatzierung in dieser außergewöhnlich starken Saison, die sie als besten Winter ihrer Karriere beschreiben kann. Mit einer Rückstand von nur 0,60 Sekunden auf die Siegerin zeigte sie eine herausragende Leistung.
Aicher verkürzt Rückstand im Gesamtweltcup
Emma Aicher, die 22-jährige zweifache Olympia-Zweite von Cortina d'Ampezzo, belegte im selben Rennen den vierten Platz direkt hinter ihrer Teamkollegin Weidle-Winkelmann. Die beiden Deutschen trennte dabei nur eine Hundertstel Sekunde – was einem Unterschied von zehn Punkten im Weltcup entspricht. Dieser vierte Platz ermöglichte es Aicher, ihren Rückstand auf die führende Mikaela Shiffrin aus den USA im Gesamtweltcup noch einmal zu verringern.
Nach diesem Rennen liegt Aicher nun 45 Punkte hinter der amerikanischen Skirennläuferin. Die Saison von Emma Aicher kann bereits jetzt als großer Erfolg gewertet werden: In der Super-G-Gesamtwertung belegte sie am Saisonende Platz drei hinter Sofia Goggia aus Italien und Alice Robinson aus Neuseeland. Zuvor hatte sie bereits die Abfahrtssaison als Zweite hinter Laura Pirovano aus Italien abgeschlossen.
Ausblick auf die letzten Rennen der Saison
Im norwegischen Hafjell stehen am Dienstag und Mittwoch noch der letzte Riesenslalom und der letzte Slalom der Saison auf dem Programm. In beiden Disziplinen gilt Mikaela Shiffrin als deutlich stärker einzuschätzen als ihre deutsche Verfolgerin Emma Aicher. Die 30-jährige Amerikanerin könnte sich die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup-Sieg bereits am Dienstag sichern, wenn die Ergebnisse entsprechend ausfallen.
Die Podestplätze im Super-G von Kvitfjell gingen an Sofia Goggia aus Italien (Platz eins), Corinne Suter aus der Schweiz (Platz zwei) und Kira Weidle-Winkelmann (Platz drei). Mikaela Shiffrin belegte in diesem Rennen lediglich Platz 21 und erhielt daher keine Weltcup-Punkte, was Aichers Aufholjagd zusätzlich begünstigte.
Die starken Leistungen der DSV-Frauen in dieser Saison unterstreichen die positive Entwicklung im deutschen Skisport und lassen auf weitere Erfolge in der kommenden Saison hoffen. Sowohl Weidle-Winkelmann als auch Aicher haben mit ihren konstant guten Leistungen bewiesen, dass sie zur Weltspitze im alpinen Skisport gehören.



