Die FIA hat vor dem Grand Prix von Miami eine wichtige Sicherheitsregel erlassen: Ab diesem Wochenende ist der Overtake-Boost bei Regen verboten. Der Weltverband reagiert damit auf Bedenken der Fahrer bezüglich der neuen 2026er-Formel-1-Autos.
Neue Regelung für den Boost-Modus
Die aktuellen Boliden verfügen über einen 350-kW-Elektromotor, der ein nahezu sofort anliegendes Drehmoment liefert. Auf nasser Strecke kann dieser Leistungsschub das Heck beim Beschleunigen instabil machen. Obwohl es in dieser Saison noch kein echtes Regenrennen gab, warnten Fahrer frühzeitig vor gefährlichen Situationen.
Die FIA hat daher den Einsatz des Boost-Modus in „Low Grip Conditions“ untersagt. In Artikel B7.2.1g heißt es: „In Low Grip Conditions the use of Boost mode (…) will be inhibited and is not allowed.“ FIA-Single-Seater-Direktor Nikolas Tombazis bezeichnet die Änderung als „Evolution, nicht Revolution“ des 2026er-Regelwerks. Ziel sei es, das Qualifying, Zweikämpfe, Starts und das Fahren im Nassen sicherer zu gestalten.
Bereits im Trockenen reduziert
Schon bei trockenen Bedingungen wurde die Boost-Wirkung reduziert: Statt eines Sprungs auf die vollen 350 kW ist der Zusatzschub im Rennen nun auf 150 kW begrenzt. Im Regen geht die FIA noch weiter und kappt den Überholmodus komplett.
Regenrisiko in Miami
Die Anpassung kommt nicht zufällig: Für das Rennwochenende in Florida wird Niederschlag erwartet. Ähnlich wie einst beim DRS soll das Boost-Verbot im Regen zu geringeren Geschwindigkeitsdifferenzen führen und damit das Risiko von Auffahrunfällen in Spray und schlechter Sicht minimieren.
Diese Regeländerung zeigt, dass die FIA die Sicherheit in der Formel 1 ernst nimmt und proaktiv handelt, um die Fahrer zu schützen.



