Vor einer Woche postete Lindsey Vonn (41) noch mehrere Fotos von sich auf Krücken am Strand, beim Relaxen und beim Reha-Training. Dazu schrieb sie: „Schritt für Schritt … ich erhole mich physisch und mental.“ Es sind sehr langsame Schritte zurück in ein normales Leben. Manchmal reicht die Kraft auch nach wie vor nicht für viele Schritte. Zweieinhalb Monate nach ihrem schweren Sturz bei Olympia sehen wir den US-Ski-Star nun am Flughafen in Los Angeles.
Vonn im Rollstuhl am Flughafen
Lindsey Vonn wird auf einem Transport-Rollstuhl durch das Gebäude gefahren. Sie trägt einen dunkelblauen, sportlichen Anzug, dazu weiße Turnschuhe. Auf dem Schoß hat sie eine dunkelblau-weiße Louis-Vuitton-Tasche, an der eine kleine Plüschfigur mit Skiern baumelt. Sie lächelt. Die Krücken sind stets an ihrer Seite – kurze Strecken kann sie daran gehen, voll belasten darf sie noch nicht.
Der schwere Sturz und seine Folgen
Am 8. Februar war die Athletin bei den Olympischen Winterspielen trotz eines Kreuzbandrisses im Abfahrtsrennen angetreten. Sie stürzte schwer und zog sich eine komplexe Tibiafraktur im linken Bein zu. In der Folge wurde die US-Amerikanerin fünfmal operiert. Im Zuge der Reha gab es Komplikationen: Die Schienbeinfraktur verursachte ein akutes, lebensbedrohliches Kompartmentsyndrom, durch das die Blutzufuhr unterbrochen wurde. Nur durch eine Not-OP konnte die Amputation des Beines verhindert werden.
Vonns Traum: zurück auf die Ski
Trotz allem wünscht sich Vonn, irgendwann wieder auf Skiern stehen zu können. Gegenüber dem „People“-Magazin sagte sie kürzlich: „Ob auf der Rennstrecke oder nicht, ich werde es definitiv wieder tun.“ Offen sei dagegen, ob sie auch wieder im Weltcup antreten werde. Die Olympiasiegerin von 2010 scherzt: „Vielleicht finde ich ja auch irgendwo ein schnelles Auto und eine Rennstrecke.“ Vorerst muss sie sich noch mit deutlich geringeren Geschwindigkeiten zufriedengeben.



