Finnischer Skisprung-Trainer bei Olympia ausgeschieden: Alkoholverstöße führen zu vorzeitiger Heimreise
Ein unerwarteter Paukenschlag erschüttert das finnische Skisprung-Team bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina. Cheftrainer Igor Medved, 44 Jahre alt, musste vorzeitig von den Spielen abreisen und ist bereits auf dem Heimweg nach Finnland. Der Grund für diesen abrupten Abgang sind wiederholte Alkoholverstöße, die eindeutig gegen die festgelegten Regeln und Werte des Nationalteams verstoßen haben.
Offizielle Bestätigung und sofortige Konsequenzen
Das Nationale Olympische Komitee Finnlands bestätigte am Donnerstag offiziell, dass Medved seinen Posten als Cheftrainer räumen musste. Teamdirektor Janne Hänninen erklärte in einer Stellungnahme: „Es geht um Alkoholprobleme“ und betonte, dass dieses Verhalten klar gegen die Teamregeln verstoße. „Wir nehmen den Verstoß sehr ernst und werden umgehend reagieren“, so Hänninen weiter. Die Entscheidung fiel unmittelbar, woraufhin Medved sofort die Heimreise antrat und nicht mehr bei den laufenden Winterspielen aktiv sein wird.
Reue und Entschuldigung des Trainers
Der betroffene Skisprung-Coach zeigte sich in einer ersten Reaktion reumütig. „Ich habe einen Fehler gemacht und es tut mir sehr leid“, erklärte Medved. Er entschuldigte sich ausdrücklich beim gesamten finnischen Team, allen Athleten und auch bei den Fans. In seiner Stellungnahme wünschte er dem Team „viel Ruhe, damit es sich auf die Spiele konzentrieren und die gute Arbeit fortsetzen kann“. Trotz dieser Entschuldigung bleibt die Situation für das Team äußerst belastend.
Neue Trainerverantwortung und aktuelle Wettkampfsituation
Für die verbleibenden Wettkämpfe übernimmt Lasse Moilanen vorübergehend das Traineramt bei den Männern. Er wird dabei von Ossi-Pekka Valta und Sportdirektor Petter Kukkonen unterstützt. Diese personelle Neustrukturierung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, denn noch am Donnerstag und Freitag stehen für Finnlands Skispringer wichtige Trainings und Medaillen-Entscheidungen auf der Großschanze an. Der Team-Eklat sorgt naturgemäß für erhebliche Unruhe, während sich die Athleten gleichzeitig weiter auf ihre Wettbewerbe konzentrieren müssen.
Mögliche weitere Konsequenzen nach den Spielen
Für Igor Medved könnte der Rauswurf aus dem Olympia-Team allerdings noch nicht das Ende der Affäre bedeuten. Weitere Konsequenzen sind durchaus möglich. Der finnische Skiverband teilte mit, dass sich Geschäftsführerin Marleena Valtsasola nach Abschluss der Wettkämpfe in Italien ausführlich mit dem Fall beschäftigen wird. „Im Moment konzentrieren wir uns darauf, für stabile Wettkampfbedingungen der Athleten in Mailand zu sorgen und die Situation im Team – und auch für Igor – zu beruhigen“, erklärte Valtsasola. Damit bleibt die endgültige disziplinarische Behandlung des Vorfalls einer späteren Entscheidung vorbehalten.



