Olympiasieger Philipp Raimund verweigert Sprung bei Weltcup in Oslo: „Ich mache diesen Sch*** nicht mit!“
Raimund verweigert Sprung bei Weltcup: „Ich mache diesen Sch*** nicht mit!“

Chaos in Oslo: Olympiasieger Philipp Raimund sagt Sprung wegen gefährlicher Windböen ab

Beim Skisprung-Weltcup am legendären Holmenkollen in Oslo herrschten am Samstag chaotische Bedingungen. Starke, böige Winde sorgten für gefährliche Szenen auf der Schanze, bei denen mehrere Springer in der Luft durchgeschüttelt wurden und einige Athleten Stürze nur knapp verhindern konnten. In dieser angespannten Situation traf Olympiasieger Philipp Raimund (25) eine mutige Entscheidung: Er verweigerte seinen Sprung komplett.

„Ich mache diesen Sch*** hier nicht mit“ – Raimunds klare Worte im TV

Raimunds deutliche Absage war sogar in der Live-Übertragung der ARD zu hören. „Ich werde nicht springen. Ich mache diesen Sch*** hier nicht mit“, erklärte der 25-jährige Deutsche mit fester Stimme. ARD-Kommentator Tom Bartels zeigte sofort Verständnis für diese Haltung: „Da ziehe ich den Hut vor Stefan Horngacher und Philipp Raimund. Gesundheit steht über allem. Ich finde es super, dass ein Springer von sich aus sagt: ‚Nein, das macht so keinen Sinn.‘“

Extreme Windböen als Grund für die Verweigerung

Der Grund für Raimunds Entscheidung waren extreme Windverhältnisse, die den Wettkampf zunehmend unberechenbar machten. Mehrere Springer hatten bereits zuvor massive Probleme – auch Raimunds Teamkollege Felix Hoffmann (28) wurde bei seinem Flug heftig durchgerüttelt. Raimund schilderte seine Gedanken im Nachhinein: „Ich hab mir den Wettkampf lange angeschaut. Ich habe einige Sprünge gesehen, die nicht gerade ruhig durch die Luft gesegelt sind. Es wurde immer noch wilder und immer unabsehbarer.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der Olympiasieger betonte weiter: „Ich will Spaß am Skispringen haben und mir keine Sorgen machen müssen, ob ich denn heile unten ankommen werde.“ Diese Einstellung fand breite Unterstützung in der Skisprung-Community.

Breite Unterstützung von Trainer und Experten

Bundestrainer Stefan Horngacher (56) stellte sich voll hinter die Entscheidung seines Athleten: „Es war seine Entscheidung. Das finde ich voll in Ordnung. Es ist viel schwerer, runterzugehen, als runterzuspringen. Respekt dafür.“ Auch Skisprung-Legende und ARD-Experte Sven Hannawald (51) lobte Raimunds Mut: „Ich finde die Entscheidung absolut verständlich. Dieses Zeichen zu setzen, finde ich sensationell.“ Hannawald fügte mit Blick auf die Windbedingungen hinzu: „Heute ist es völlig wild. Da kannst du auch Lotto spielen.“

Wettkampfabbruch und Sieg für Japan

Die gefährlichen Bedingungen führten schließlich dazu, dass der zweite Durchgang des Wettkampfes komplett abgesagt wurde. Gewertet wurde nur der erste Sprung – und damit sicherte sich der Japaner Tomofumi Naito (33) seinen ersten Weltcup-Sieg. Die Veranstaltung in Oslo wird damit als eines der turbulentesten Weltcup-Ereignisse der jüngeren Skisprung-Geschichte in Erinnerung bleiben.

Raimunds mutige Entscheidung, seine Gesundheit über den Wettkampferfolg zu stellen, hat eine wichtige Diskussion über Sicherheitsstandards im Skispurtsport angestoßen und zeigt, dass auch Spitzenathleten Grenzen setzen müssen, wenn die Bedingungen zu gefährlich werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration