Weltcup-Finale: Ski-Veteran Dominik Paris feiert historischen Doppelsieg in Kvitfjell
Beim Weltcup-Finale in Kvitfjell hat der 36-jährige Südtiroler Dominik Paris einen beeindruckenden Doppelsieg erzielt. Nach seinem Triumph in der Abfahrt am Vortag sicherte sich der erfahrene Skirennfahrer auch den Sieg im Super-G und dominierte damit beide Speed-Rennen des Finalwochenendes.
Rekordjagd und historische Gleichstellung
Mit diesem Doppelerfolg erreichte Paris insgesamt sieben Weltcup-Siege in Kvitfjell und egalisierte damit die Bestmarke des Norwegers Kjetil Jansrud, der im Olympiaort von 1994 ebenfalls siebenmal siegreich war. Darüber hinaus zog der Südtiroler in der ewigen Bestenliste mit insgesamt 26 Weltcup-Erfolgen mit der österreichischen Ski-Legende Franz Klammer gleich.
Im Super-G verwies Paris den Österreicher Vincent Kriechmayr mit einem Vorsprung von 0,07 Sekunden und dessen Teamkollegen Raphael Haaser mit 0,38 Sekunden Rückstand auf die weiteren Podestplätze. Diese Leistung unterstreicht die außergewöhnliche Form des Routiniers in der finalen Saisonphase.
Achtungserfolg für deutschen Einzelstarter
Ein bemerkenswerter Achtungserfolg gelang dem einzigen deutschen Starter Simon Jocher. Der 29-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen belegte mit 1,85 Sekunden Rückstand den 14. Platz und war damit sogar schneller als der Schweizer Ausnahmeathlet Marco Odermatt, der als 19. mit 1,97 Sekunden Rückstand ins Ziel kam.
Dieses Ergebnis markiert für Jocher eine positive Wendung nach einer schwierigen Phase. Nach einem überraschenden fünften Platz im Super-G von Livigno kurz nach Weihnachten war es dem Deutschen weder im Super-G noch in der Abfahrt gelungen, in die Top 20 vorzurücken - bis zu diesem letzten Rennen in Kvitfjell. Bei den Olympischen Winterspielen hatte Jocher in beiden Einzelevents jeweils die Top 15 verpasst.
Der Schweizer Marco Odermatt, der bereits vor dem Rennen als Disziplinbester im Super-G und als sicherer Weltcup-Gesamtsieger feststand, musste sich mit einem enttäuschenden 19. Platz begnügen. Dies unterstreicht die Unberechenbarkeit und Spannung im Spitzenskilauf selbst für etablierte Favoriten.



