Anja Wicker blickt nach vier Medaillen in Italien bereits auf Paralympics 2030 in Frankreich
Die deutsche Biathletin und Skilangläuferin Anja Wicker hat nach einem herausragenden Abschneiden bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien bereits die nächste große Herausforderung fest im Blick. Die 34-jährige Athletin, die in Tesero zweimal Silber und zweimal Bronze gewann, erklärte unmissverständlich, dass ihre Karriere noch lange nicht beendet ist.
„Es war auf keinen Fall mein letztes Rennen“
„Es war auf keinen Fall mein letztes Rennen, das kann ich sagen“, betonte Wicker nach ihrem vierten Podestplatz zum Abschluss der Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Mit großer Entschlossenheit fügte sie hinzu: „Vier Jahre sind schon nochmal der Plan. Wenn alles körperlich gutgeht und es mir weiter so viel Spaß macht, werden es nochmal vier Jahre.“ Diese klare Aussage richtet sich direkt auf die Paralympischen Winterspiele 2030 in Frankreich, die nun das nächste große Ziel der erfolgreichen Sportlerin darstellen.
Wichtige Stütze für den Deutschen Behindertensportverband
Für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) ist diese Ankündigung von enormer Bedeutung. Anja Wicker erwies sich bei den Paralympics in Italien als zweitbeste Medaillensammlerin des deutschen Teams. Ihr fortgesetztes Engagement ermöglicht es dem Verband, weiter auf eine erfahrene und erfolgreiche Athletin zu setzen und um sie herum die Mannschaft der Zukunft systematisch aufzubauen.
Diese Kontinuität gewinnt zusätzlich an Gewicht, da die zweimalige und damit einzige deutsche Goldmedaillengewinnerin Anna-Lena Forster die Fortsetzung ihrer Karriere bis 2030 noch offen ließ. Die Monoskifahrerin erklärte zurückhaltend: „Das muss ich jetzt ein bisschen davon abhängig machen, wie ich mich fühle, wie das Jahr verläuft.“ Vor diesem Hintergrund wird die Verlässlichkeit von Anja Wicker für den DBS noch wertvoller.
Eine beeindruckende paralympische Bilanz
Die vierfache Medaillengewinnerin Anja Wicker hat mit ihren Leistungen in Italien einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie zu den absoluten Spitzenathletinnen im deutschen Behindertensport zählt. Ihre Medaillen in Biathlon und Skilanglauf demonstrieren nicht nur ihre vielseitige sportliche Klasse, sondern auch ihre mentale Stärke und Ausdauer.
Die Planung für die nächsten vier Jahre bis zu den Paralympics in Frankreich zeigt, dass die Motivation und der Wettkampfhunger der 34-Jährigen ungebrochen sind. Für den deutschen Wintersport bei den Paralympics bedeutet dies eine verlässliche Konstante und eine starke Führungsfigur, an der sich jüngere Talente orientieren können.



