Die Nachfrage nach Batteriespeichern in Deutschland steigt rasant. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) wurden allein im ersten Quartal 2026 rund zwei Gigawattstunden (GWh) an neuer Speicherkapazität in Betrieb genommen. Das entspricht einem Anstieg von zwei Dritteln im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Großspeicher dominieren den Zubau
Mehr als die Hälfte der neu installierten Kapazität entfiel auf Großspeicher mit einer Leistung von über einer Megawattstunde. Dieser Sektor verzeichnete nahezu eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz dazu stagnierte der Zubau von Heimspeichern mit Kapazitäten zwischen fünf und 20 Kilowattstunden bei rund 0,74 Gigawattstunden.
Gesamtbestand wächst auf 28 GWh
Insgesamt stieg der bundesweite Bestand an Batteriespeichern auf rund 28 Gigawattstunden, verteilt auf etwa 2,5 Millionen Anlagen. Rein rechnerisch könnte diese Kapazität den durchschnittlichen täglichen Stromverbrauch von drei Millionen Privathaushalten decken, so der BSW-Solar. Dadurch lassen sich witterungsbedingte Schwankungen bei der Solar- und Windstromproduktion ausgleichen.
Branche warnt vor Benachteiligung
Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, äußerte jedoch Bedenken mit Blick auf die aktuellen Gesetzespläne des Bundeswirtschaftsministeriums. „Batteriespeicher dürfen in den kommenden Kraftwerksauktionen nicht durch ungeeignete Ausschreibungskriterien gegenüber Gaskraftwerken benachteiligt werden“, betonte er. Stattdessen sollten Speicher gezielt gestärkt werden, da sie ein zentraler Baustein für ein kosteneffizientes, resilientes und klimaneutrales Energiesystem seien.



