Neue Regeln bei den Academy Awards: Keine Oscars für KI-Schauspieler
Die begehrtesten Filmpreise der Welt haben neue Regularien: Wer ab 2027 einen Oscar möchte, muss ein Mensch sein. Schauspieler, die ein besonders gutes Jahr hatten, haben künftig bessere Chancen auf eine Auszeichnung. Die Filmakademie schreibt nun vor, dass Rollen nur für Preise nominiert werden können, wenn sie nachweislich von Menschen gespielt wurden.
Details der neuen Regelungen
In der Kategorie Schauspiel werden nur Rollen berücksichtigt, die im Abspann des Films aufgeführt und nachweislich von Menschen mit deren Einverständnis gespielt wurden. Diese Regelung gilt auch für Drehbücher, die ebenfalls von Personen geschrieben sein müssen. Zudem können Schauspielerinnen und Schauspieler künftig in einer Kategorie für mehr als eine Rolle nominiert werden, wenn sie auf eine entsprechend hohe Stimmzahl kommen. Bisher war es nicht möglich, dass ein Schauspieler oder eine Schauspielerin in einer Sparte – als Hauptdarsteller oder Nebendarsteller – mehrfache Gewinnchancen hatte. In anderen Sparten waren Doppel-Nominierungen bereits erlaubt, wie zum Beispiel bei Steven Soderbergh, der 2001 für die Filme „Erin Brockovich“ und „Traffic“ als bester Regisseur nominiert wurde und den Regie-Oscar für „Traffic“ gewann.
Hintergrund: KI-Version von Val Kilmer sorgt für Aufsehen
Erst vor wenigen Tagen hatte eine KI-Version des verstorbenen Val Kilmer für Aufsehen gesorgt. Bei einer Präsentation für Kinobesitzer wurde der Trailer für den Archäologie-Actionfilm „As Deep As The Grave“ mit einer digitalen Version des „Top Gun“-Stars gezeigt. Das Projekt wurde von der Familie des verstorbenen Schauspielers unterstützt, die Zugang zu Kilmers Videoarchiv gewährte. Dieses wurde genutzt, um den Filmstar in verschiedenen Lebensabschnitten zu rekonstruieren.
Änderungen beim Auslands-Oscar
Größere Veränderungen gibt es im kommenden Jahr in der Sparte „Internationaler Spielfilm“. Bisher wurden als Kandidaten für den sogenannten Auslands-Oscar die jeweils offizielle Auswahl eines Landes zugelassen. In Deutschland etwa wählt German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, alljährlich einen Anwärter aus. Nach den neuen Regeln kann nun zusätzlich ein fremdsprachiger Film beim Oscarrennen mitmachen, der zuvor einen wichtigen Festivalpreis gewonnen hat, etwa die Goldene Palme in Cannes, den Goldenen Bären bei der Berlinale oder den Goldenen Löwen des Filmfestivals Venedig. Neu ist auch, dass nicht mehr das Einsendeland, sondern der Film als Nominierter aufgeführt wird. In den Oscar-Sockel werde der Name der Regisseurin oder des Regisseurs mit dem Filmtitel eingraviert, hieß es.
Die ganz großen Sensationen waren nicht dabei, und besonders politisch war die Show nur selten. Aber es gab einen Sieger der Herzen, und das war nicht „One Battle After Another“. Lesen Sie hier die Oscarnacht 2026 nach.



