Charité warnt vor gefälschter KI-Werbung im Internet: Betrüger nutzen renommierten Kliniknamen
Charité warnt vor gefälschter KI-Werbung im Netz

Charité warnt vor gefälschter KI-Werbung im Internet

Die Berliner Charité, eines der größten und renommiertesten Krankenhäuser Deutschlands, warnt eindringlich vor einer zunehmenden Flut gefälschter Werbevideos und Fotos im Internet. In diesen dubiosen Inhalten werden fragwürdige Produkte unter missbräuchlicher Verwendung des weltbekannten Kliniklogos und des guten Rufs der Einrichtung beworben.

Breites Spektrum an betrügerischen Angeboten

Wie Unternehmenssprecher Markus Heggen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, reicht die Bandbreite der betrügerischen Angebote von Abnehmpflastern über Cannabis-Öle und angebliche Alzheimer-Wundermittel bis hin zu Diabetes-Pillen und Lesebrillen. „Unser dringender Appell an alle Verbraucher: Ignorieren Sie Werbeangebote dieser Art, insbesondere wenn sie im Internet oder auf Social-Media-Plattformen auftauchen“, betonte Heggen.

KI-generierte Videos täuschen Verbraucher

Heggen berichtete, dass die gefälschten Werbevideos häufig mit Künstlicher Intelligenz erstellt werden und dabei den guten Ruf von Charité-Mitarbeitenden für kommerzielle Zwecke missbrauchen. In einigen Fällen werden überhaupt keine realen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter gezeigt, obwohl dies den Betrachtern vorgegaukelt wird. Erste Berichte zu diesem Phänomen stammen von der „BZ“.

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Warnzeichen für Verbraucher erkennen

Die Charité nimmt Hinweise auf gefälschte Werbung gerne entgegen und geht diesen nach. „Achten Sie besonders auf Warnzeichen wie ein fehlendes Impressum, überhöhte Preise, gekünstelt wirkende Videos, emotionalen Druck in der Werbesprache und unrealistische Heilsversprechen“, riet der Sprecher. Diese Merkmale seien typische Indikatoren für betrügerische Angebote.

Herausforderungen bei der Bekämpfung

Die Meldung solcher Videos an die Online-Plattformen gestaltet sich laut Heggen als personalintensiv und leider nicht immer erfolgreich. „Viele Online-Plattformen zeigen sich wenig kooperationsbereit. Zudem existiert bei einigen Anbietern keine praktikable Möglichkeit, gezielt nach gefälschten Anzeigen zu suchen“, erklärte er. Da die Videos in der Regel KI-generiert sind, werde ein gelöschtes Video oft schnell durch eine identische Kopie ersetzt.

Rechtliche Schritte und Zusammenarbeit mit Behörden

Sofern ein Impressum vorhanden ist, kontaktiert die Klinik die Betreiber direkt und leitet gegebenenfalls rechtliche Schritte gegen Online-Shops und Händler ein. „Darüber hinaus stehen wir in regelmäßigem Kontakt mit der Polizei und der dortigen Sondereinheit für Cybercrime beim Landeskriminalamt“, fügte Heggen hinzu. Diese Zusammenarbeit soll dazu beitragen, die betrügerischen Aktivitäten effektiver zu bekämpfen und Verbraucher besser zu schützen.

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