EU droht Meta mit Zwangsmaßnahmen wegen WhatsApp-KI-Monopol
EU droht Meta wegen WhatsApp-KI-Monopol mit Zwangsmaßnahmen

EU-Kommission setzt Meta wegen WhatsApp-KI-Monopol unter Druck

Die Europäische Kommission verschärft den Druck auf den WhatsApp-Konzern Meta erheblich. Hintergrund ist die Tatsache, dass Meta nach Angaben der Brüsseler Behörde ausschließlich dem eigenen KI-Assistenten Zugang zum Messenger-Dienst WhatsApp gewährt. Dieses Vorgehen verstößt nach vorläufigen Ergebnissen der Untersuchung klar gegen europäisches Wettbewerbsrecht.

Einstweilige Maßnahmen zur Marktstabilisierung

Die Wettbewerbshüter der EU drohen dem US-Konzern nun mit sofort wirksamen einstweiligen Maßnahmen. Ziel ist es, schweren und irreparablen Schaden für den digitalen Markt zu verhindern. Meta hat noch die Möglichkeit, diese Maßnahmen durch Einwände abzuwenden. Die laufende Untersuchung ist jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen, und es gibt keine gesetzliche Frist für deren Abschluss.

Nur „Meta AI“ als einziger KI-Helfer

Die EU-Kommission untersucht den Fall seit Dezember 2025 intensiv. Der US-Konzern hatte bereits im Oktober 2025 angekündigt, Konkurrenzanbieter von Künstlicher Intelligenz faktisch von seinem Messenger-Dienst auszuschließen. Seit Mitte Januar 2026 setzt Meta diese Praxis trotz der laufenden Untersuchung um.

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Dies führt laut EU-Kommission dazu, dass für Nutzerinnen und Nutzer ausschließlich Metas eigene KI mit dem Namen „Meta AI“ zur Verfügung steht. Der KI-Chatbot kann Texte zusammenfassen, übersetzen, erstellen sowie Fragen beantworten und nutzt dabei aktuelle Informationen aus dem Internet. Er funktioniert ähnlich wie bekannte Modelle wie ChatGPT oder Gemini. Wer die KI nutzen möchte, kann in der App einen separaten Chat mit ihr starten.

Angekündigte Änderungen von Meta reichen nicht aus

Anfang Februar hatte die Behörde Meta bereits damit gedroht, den Zugang für Konkurrenten auf dem KI-Markt mit Zwangsmaßnahmen wiederherzustellen. Meta kündigte daraufhin Anfang März Änderungen an. Doch diese kommen faktisch dem bisherigen Zugangsverbot gleich, wie die EU-Kommission nun deutlich macht.

Die nun angekündigten einstweiligen Maßnahmen würden so lange in Kraft bleiben, bis die Kommission ihre Untersuchung abgeschlossen und eine endgültige Entscheidung über das Verhalten von Meta getroffen hat. Die EU-Kommission wacht in der Europäischen Union über die strikte Einhaltung des Wettbewerbsrechts. Wie genau sie vorgehen würde, um den Konkurrenten von Meta Zugang zu WhatsApp zu gewähren, bleibt zunächst noch unklar.

Meta argumentiert mit vielen KI-Optionen

Ein Sprecher von Meta hatte bereits im Februar mitgeteilt, es gebe keinen Grund für die EU, einzugreifen. „Es gibt viele KI-Optionen, die über App-Stores, Betriebssysteme, Geräte, Websites und Industriepartnerschaften genutzt werden können“, argumentierte der Sprecher. Die EU-Kommission gehe fälschlicherweise davon aus, dass die Schnittstelle bei WhatsApp ein wichtiger Vertriebskanal für diese Chatbots sei.

Bereits laufende Verfahren gegen Meta

Gegen den Facebook-Konzern Meta laufen bereits mehrere Verfahren der EU wegen Verstößen gegen europäische Digitalgesetze. Ihm drohen etwa wegen mangelnder Datentransparenz und dem Umgang mit illegalen Inhalten auf seinen Plattformen hohe Geldstrafen, wie die Kommission Ende Oktober mitteilte. Die EU-Kommission nimmt WhatsApp damit besonders genau ins Visier und zeigt entschlossen, die Wettbewerbsregeln durchzusetzen.

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