Horrende Handyrechnungen für SMS-Vielschreiber gehören dank WhatsApp längst der Vergangenheit an. Der Messenger, der bis 2016 einen kleinen jährlichen Obolus von 89 Cent kostete und seither komplett kostenfrei ist, wird der schleichende Niedergang der SMS-Textnachricht zugeschrieben. Doch die Gratis-Mentalität findet auch bei WhatsApp und dem Mutterkonzern Meta, zu dem auch Facebook und Instagram gehören, ein Ende. Das Unternehmen plant ein kostenpflichtiges Plus-Modell, das aktuell in einer Beta-Phase getestet wird.
Was kann WhatsApp Plus?
Das Plus-Abo soll vor allem Personalisierungsfunktionen bieten. Laut dem Brancheninsider WABetaInfo sollen den Nutzern unter anderem exklusive Premium-Sticker, Akzentfarben für das App-Design, Individualisierungsmöglichkeiten für den App-Button und exklusive Klingeltöne zur Verfügung stehen. Außerdem soll es möglich sein, 20 statt bisher 3 Chats anpinnen zu können. Wer kein Abo abschließt, muss also erst einmal keine gewohnten Funktionen verzichten, sondern erhält lediglich mehr Funktionen und Gestaltungsmöglichkeiten.
Was kostet es?
Das Plus-Abo soll WABetaInfo zufolge in Europa 2,49 Euro monatlich kosten. Der Preis könne sich bei breiterem Rollout noch ändern.
Wann kommt das Plus-Modell?
Zunächst ist das Plus-Abo nur auf einer limitierten Anzahl von Android-Geräten verfügbar, auf denen neueste Updates für die App heruntergeladen wurden. iOS soll später dazukommen. Zudem wurden die neuen Funktionen noch nicht flächendeckend ausgerollt; WhatsApp Plus sei derzeit nur an ausgewählten Orten verfügbar. In den nächsten Wochen sollen dann immer mehr Accounts die Option bekommen. Sie lässt sich dann unter „Einstellungen“ – „Abos“ – „WhatsApp Plus“ aufrufen, so der Messenger in seinem Blog.
Ist das das Ende vom kostenlosen WhatsApp?
Nein. Zumindest aktuell nicht. Für die gewohnten Inhalte der App muss man (noch) nicht bezahlen, das Plus-Abo bietet lediglich zusätzliche Funktionen. Allerdings spricht Meta bereits seit Monaten offen über Bezahlmodelle für WhatsApp. So gibt es auch Pläne, in der kostenlosen Version Werbung zu schalten. Wer das nicht möchte, müsste ebenfalls ein kostenpflichtiges Abo abschließen.



