Die Nutzung generativer KI-Programme in deutschen Unternehmen hat sich in den vergangenen beiden Jahren sprunghaft erhöht. Laut einer Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) griffen im Jahr 2025 bereits 25 Prozent aller Betriebe auf Künstliche Intelligenz zurück. Im Jahr 2023 lag dieser Anteil noch bei lediglich fünf Prozent – eine Verfünffachung innerhalb von nur zwei Jahren.
Weitere neun Prozent planen KI-Einsatz
Neben den bereits aktiven Anwendern planen weitere neun Prozent der Betriebe, die Technologie in Zukunft einzusetzen. IAB-Forscher Martin Friedrich erklärte den rasanten Zuwachs: „Der rasante Zuwachs bei der Nutzung von generativer KI ist neben den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sicher auch auf die einfache und intuitive Steuerung mittels Chatbots zurückzuführen.“ Die Studie zeigt zudem, dass 90 Prozent der Betriebe frei zugängliche Software nutzen, während 16 Prozent auf eingekaufte Lösungen zurückgreifen und diese mit eigenen Daten trainieren. Lediglich sechs Prozent entwickeln eigene Modelle.
Größere und jüngere Betriebe bei KI vorn
Die Nutzung von KI variiert stark nach Betriebsgröße und -alter. In Betrieben mit 200 oder mehr Beschäftigten setzen bereits 48 Prozent generative KI ein, während es bei Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten 21 Prozent sind. Auch das Alter des Betriebs spielt eine Rolle: Neu gegründete Unternehmen nutzen KI häufiger als etablierte. IAB-Forscher Christian Kagerl erläutert: „Jüngere Betriebe scheinen experimentierfreudiger beim Einsatz von KI zu sein, weil sie weniger starre Arbeits- und Produktionsprozesse aufweisen.“
Besonders stark ist die Nutzung in der Kommunikationsbranche mit 59 Prozent sowie im Finanz- und Versicherungsbereich mit 50 Prozent. Selbst im Bereich Unterricht und Erziehung liegt die Nutzungsquote bei immerhin 34 Prozent.
Die Studie basiert auf dem IAB-Betriebspanel, einer repräsentativen jährlichen Wiederholungsbefragung von rund 15.000 Betrieben aller Größen und Branchen.



