Der kanadische YouTube-Kanal „Hacksmith Industries“ hat ein echtes Lichtschwert entwickelt, das wie aus den Star-Wars-Filmen aussieht und Stahl durchschneiden kann. Das Team um Ingenieur James Hobson arbeitet seit Jahren daran, Science-Fiction-Technologie in die Realität umzusetzen. Nun ist ein tragbarer Prototyp gelungen, der ohne Rucksack-Technik auskommt.
Vom Glühstab zum tragbaren Proto-Saber
Frühere Versionen des Lichtschwerts nutzten erhitzte Metallstäbe. Version 1 verwendete stark erhitzten Nitinol-Draht, Version 2 einen Stab aus Wolfram-Titan-Legierung. Beide konnten Objekte schneiden, aber die Klinge war nicht ein- und ausfahrbar – ein entscheidender Unterschied zum Filmvorbild. Zudem gab es Kritik im Netz. Deshalb suchte das Team nach einer neuen Lösung.
Technik im Griff und extreme Leistung
Die neueste Version kommt ohne externe Anbauten aus. Im Griff sind Fluss- und Brennstoffkontrolle, Leiterplatte, Sauerstoffsystem und zwei Gastanks integriert. Trotz der kompakten Bauweise erzeugt das Gerät bis zu 11.000 Watt. Die Klinge besteht aus Plasma, einem elektrisch leitenden Gasgemisch, das extrem hohe Temperaturen erreicht. Im Test schmilzt es Glas, brennt Sand zu Glas, schmilzt Stein und durchtrennt eine 6 Millimeter starke Stahlplatte sowie Karosserieblech.
Die Vor- und Nachteile der Plasmaklinge
Das Team setzt auf Laminarströmung, bei der das Gas in gleichmäßigen Schichten strömt und so einen stabilen, stabförmigen Strahl bildet. Allerdings ist die Klinge nicht fest, daher sind Schwertkämpfe wie in Star Wars nicht möglich. Ein „echtes“ Lichtschwert würde laut dem Team die Leistung eines Atomkraftwerks erfordern.
Der Prototyp zeigt, wie nah sich das Filmprinzip technisch annähern lässt. Es bleibt ein beeindruckendes Beispiel für Maker-Technik und Ingenieurskunst.



