Ein tragischer Unfall hat das Urlaubsglück eines deutschen Touristen in Italien jäh beendet. Nahe der Kleinstadt Capaccio Paestum, südlich von Neapel, entdeckten Rettungskräfte am Montagmorgen die Leiche eines 71-jährigen Mannes in einem umgekippten Kajak. Der Urlauber war am Sonntagnachmittag zu einer alleinigen Paddeltour auf dem Fluss Capodifiume aufgebrochen und dabei vermutlich gekentert und ertrunken.
Vermisstenmeldung nach stundenlanger Abwesenheit
Der 71-Jährige verbrachte gemeinsam mit seiner Ehefrau Urlaub in Capaccio Paestum, einer Stadt, die vor allem für ihre archäologischen Stätten bekannt ist. Am Sonntagnachmittag verabschiedete er sich, um allein auf den Gewässern der Umgebung in Richtung Mittelmeer zu paddeln. Als er auch nach mehreren Stunden nicht zurückkehrte, meldete seine Frau ihn als vermisst. Die örtliche Feuerwehr leitete umgehend eine Suchaktion ein, die die gesamte Nacht andauerte, jedoch zunächst ohne Erfolg blieb.
Leiche im Morgengrauen entdeckt
Erst im Morgengrauen des Montags entdeckten die Einsatzkräfte das umgekippte Boot mit der Leiche des Mannes. Nach Angaben der Rettungskräfte wies das Gesicht des Verstorbenen zahlreiche Verletzungen auf. Die Behörden vermuten, dass das Kajak nach dem Kentern von der Strömung mitgerissen wurde und gegen Steine im Flussbett prallte. Möglicherweise wurde der Mann dabei eingeklemmt und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Die genauen Umstände des Unglücks sind noch unklar.
Obduktion zur Klärung der Todesursache
Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an, um die genaue Todesursache zu ermitteln. Es soll geklärt werden, ob der Urlauber durch den Unfall starb oder möglicherweise ein gesundheitliches Problem wie ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall zum Kentern führte. Die italienischen Behörden machten zunächst keine genaueren Angaben zur Herkunft des Deutschen. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete von einem 71-Jährigen, während italienische Medien das Alter des Verunglückten mit 72 Jahren angaben.
Der tragische Vorfall ereignete sich in der Region Kampanien, die für ihre malerischen Küsten und historischen Stätten bekannt ist. Die Behörden warnen vor den Gefahren, die von den oft reißenden Flüssen in der Gegend ausgehen, insbesondere für unerfahrene Paddler. Die Ermittlungen zu dem Unglück dauern an.



