Wettlauf zum Mond: USA gegen China im Rennen um permanente Mondstation
Wettlauf zum Mond: USA gegen China um Mondstation

Wettlauf zum Mond: USA gegen China im Rennen um permanente Mondstation

Zwischen den Weltraummächten USA und China hat sich ein intensiver Wettlauf um den Mond entwickelt! Die entscheidende Frage lautet: Welche Nation wird als erste wieder Menschen auf den Erdtrabanten bringen und dort eine dauerhafte Station errichten? Oder anders formuliert: Werden die Großmächte uns den Mond quasi vor der Nase wegschnappen?

Geostrategische Bedeutung des Mondes im Fokus

Fakt ist: Diesmal wird die Menschheit auf dem Mond landen, um dort zu bleiben – ganz anders als bei den historischen Apollo-Missionen. Dies hat bereits der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst (49) betont. Für China und die USA steht dabei vor allem die geostrategische Bedeutung des Mondes im Vordergrund. Wer wird künftig die Nummer eins in der Raumfahrt sein?

Nach aktuellen Planungen wollen die Vereinigten Staaten bis zum Jahr 2030 mit dem Bau einer permanenten Mondstation beginnen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf beeindruckende 20 Milliarden Dollar. Während Russland in diesem Rennen mittlerweile deutlich abgeschlagen ist, hat sich China als neuer ernstzunehmender Herausforderer der USA etabliert.

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Chinas ambitioniertes Weltraumprogramm

Das chinesische Weltraumprogramm zeigt sich äußerst ambitioniert. Bereits im Juni 2024 hat das Land mit der Mission Chang’e-6 Raumfahrtgeschichte geschrieben, indem es erstmals Bodenproben von der erdabgewandten Seite des Mondes zur Erde gebracht hat. Doch welche Rolle spielen eigentlich Europa und Deutschland in diesem kosmischen Wettstreit?

Europas begrenzte Beteiligung

An der aktuellen Artemis-Mission der US-Weltraumbehörde NASA sind die Europäer zwar beteiligt, allerdings nur als zahlende Mitflieger. Dies beruht darauf, dass das Versorgungsmodell des Raumschiffes Orion von Airbus im deutschen Bremen konstruiert wird. Dadurch sichert sich die Europäische Weltraumagentur ESA begehrte Plätze in der Mission.

Allerdings: Die Pläne für die neue Station im Mondorbit, das sogenannte Lunar Gateway, an dem auch die ESA beteiligt sein sollte, wurden von der NASA im März zunächst auf Eis gelegt. Federführend bleiben weiterhin die Amerikaner, zumal Europa und Deutschland über keine eigenen technischen Möglichkeiten verfügen, um überhaupt zum Mond zu fliegen.

Vision eines Moon-Village

Der ehemalige ESA-Chef Prof. Johann-Dietrich Wörner (71) hatte bereits vor einem Jahrzehnt die visionäre Idee eines Moon-Village entwickelt – einer internationalen Siedlung für Wissenschaftler auf dem Mond. Heute stellt er fest: „Die Artemis-Mission ist im Grunde ein Teil des Moon-Village, allerdings nicht mehr so international wie einst gehofft, weil Russen und Chinesen fehlen.“ Tatsächlich planen die USA nun eine feste Station auf dem Mond, eine Art realisiertes Moon-Village.

Forderung nach stärkerem europäischen Engagement

Hermann Ludwig Moeller, Direktor des Europäischen Instituts für Weltraumpolitik (ESPI), einer bedeutenden Denkfabrik, fordert ein deutlich stärkeres Engagement Europas und Deutschlands. Moeller erklärt: „Europa muss unbedingt eigene Fähigkeiten über Artemis hinaus aufbauen. Dies sollte Hand in Hand gehen mit dem Aufbau diversifizierter Partnerschaften, beispielsweise mit Japan, Kanada, Südkorea, Australien, und es gilt, mögliche Synergien mit Indien zu bewerten und entsprechend zu entwickeln.“

Die Erschließung des Mondes vergleicht Moeller mit der Entdeckung Amerikas nach Kolumbus. Der damalige Vorteil der Häfen an der Atlantikküste sei vergleichbar mit den heutigen Bestrebungen, auch in Europa neue Weltraumbahnhöfe zu schaffen. Moeller fügt hinzu: „Die neue deutsche Weltraum-Sicherheitsstrategie fordert, dass Europa in der Lage sein sollte, eigenständig Mondumlaufbahnen zu erreichen. Diese Verbindung von Sicherheit und Mond zeigt Weitblick.“

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