Frühjahrsputz in Templin: Gemeinsamer Einsatz für eine saubere Kurstadt
Unter dem Motto „Gemeinsam anpacken für eine saubere Kurstadt“ fand in diesem Jahr der schon traditionelle Frühjahrsputz in Templin statt. Die Stadt und Bürgermeister Christian Hartphiel (SPD) hatten dazu aufgerufen, und knapp 30 Aktive folgten dem Aufruf, um sich für eine saubere Stadt zu engagieren. Ob Einwohner, ehemalige Templiner oder ausländische Mitbürger – die Vielfalt der Teilnehmer zeigte das breite Engagement für die Gemeinschaft.
Vielfältige Motivationen für den ehrenamtlichen Einsatz
Wanda-Helene Lachmann, die in Templin geboren und aufgewachsen ist, aber jetzt in Wandlitz lebt, rüstete sich mit einem blauen Müllsack und einem Greifer aus, um Unrat wie Zigarettenkippen, Glasscherben und Überreste des Silvesterfeuerwerks aus den Ritzen des Marktpflasters zu sammeln. „Ich fühle mich nach wie vor mit der Stadt und ihren Menschen verbunden“, erklärte die 28-Jährige und nutzte den Besuch bei der Familie, um am Frühjahrsputz teilzunehmen.
Nina Kalmykova, die seit vier Jahren aus der Ukraine in Templin lebt, sah in der Aktion eine gute Gelegenheit, der Stadt etwas zurückzugeben. „Ich liebe diese Stadt. Die Menschen sind so warm und freundlich zu mir. Ich möchte ein Teil der Stadt sein“, sagte sie in sehr gutem Deutsch. Durch solche Aktionen komme sie zudem mit neuen Menschen in Kontakt und stärke ihre Integration.
Koordinierte Sammelaktion mit breiter Beteiligung
Bürgermeister Christian Hartphiel begrüßte die Helfer auf dem Marktplatz, darunter auch Mitarbeiter aus der Verwaltung, und übernahm die Koordination. Er teilte die Gruppe in kleinere Teams auf, die in verschiedene Richtungen ausschwärmten. Die Schwerpunkte der Sammelaktion umfassten:
- Den Marktplatz und den Weg entlang der Stadtmauer
- Die Bahnhofstraße und den Seeberg bis zur Pionierbrücke
- Die Prenzlauer Allee in Richtung Stadtverwaltung
Der Wirtschaftshof der Stadt stellte blaue Müllsäcke, Handschuhe und Müllgreifer zur Verfügung. Dirk Ortwig vom Bauamt verteilte die Ausrüstung an die Freiwilligen.
Erfolgreiches Ergebnis und geselliger Ausklang
Für gut zweieinhalb Stunden sammelten die Helfer säckeweise Müll ein, der von anderen achtlos weggeworfen worden war. Am Ende türmten sich rund 800 Kilogramm Müll auf dem Fahrzeug des Wirtschaftshofes, dessen Mitarbeiter sich um die Entsorgung kümmerten. Bürgermeister Hartphiel lud alle Teilnehmer zu einem kleinen Dankeschön der Stadt ein. Nach getaner Arbeit konnten sie sich in den Räumen des Familienentlastenden Dienstes der Stephanus-Stiftung im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude in der Puschkinstraße stärken und den Frühjahrsputz in geselliger Runde ausklingen lassen.
Zugleich rief der Bürgermeister die Bürger der Stadt und in den Ortsteilen dazu auf, in ihrem Wohnumfeld selbst nach Gelegenheiten zu schauen, um die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes beim Frühjahrsputz zu unterstützen. „Jede helfende Hand trägt dazu bei, die Stadt und ihre Umgebung sauber und lebenswert zu erhalten“, betonte Hartphiel und unterstrich damit die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Gemeinschaft.



