Weniger Schadholz: Sachsens Wälder erholen sich langsam
Weniger Schadholz in Sachsen-Anhalts Wäldern

In Sachsen-Anhalts Wäldern zeichnet sich nach Jahren massiver Schäden eine leichte Entspannung ab. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, lag der Anteil des sogenannten Schadholzes am gesamten Holzeinschlag im Jahr 2025 bei 20,7 Prozent. Damit liegt der Wert leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 22,1 Prozent.

Deutlich weniger Einschlag als in Krisenjahren

Insgesamt wurden rund 1,17 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen – nur etwa halb so viel wie im Rekordjahr 2020. Damals hatten extreme Waldschäden zu einem massiv erhöhten Einschlag geführt, der Anteil des Schadholzes lag bei über 80 Prozent. Die aktuellen Zahlen deuten auf eine Stabilisierung der Wälder hin, auch wenn die Schäden noch nicht vollständig überwunden sind.

Insekten bleiben Hauptursache für Schäden

Wie in den Vorjahren war auch 2025 der Insektenbefall die häufigste Ursache für Schadholz. Allerdings hat sich die Lage spürbar verbessert: Mit rund 105.800 Kubikmetern lag die Menge des durch Insekten geschädigten Holzes nur noch etwa halb so hoch wie im Jahr zuvor. Die Spitzenwerte aus den Jahren 2020 und 2021, als der Befall besonders verheerend war, wurden deutlich unterschritten.

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Baumartenverteilung und wirtschaftliche Nutzung

Den größten Anteil am gesamten Holzeinschlag hatten mit gut 70 Prozent Kiefern und Lärchen. Laubhölzer wie die Buche machten rund 15 Prozent aus, Eichen knapp über 10 Prozent. Der Großteil des Holzes wird wirtschaftlich genutzt: Knapp die Hälfte dient als Stammholz für die Säge- und Furnierindustrie, weitere rund 44 Prozent gehen als Industrieholz in die Papier- oder Holzwerkstoffproduktion. Nur ein kleiner Teil wird als Energieholz verwendet oder bleibt ungenutzt.

Die Entwicklung gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich die Wälder in Sachsen-Anhalt nach den massiven Schäden der vergangenen Jahre allmählich erholen. Dennoch bleibt der Insektenbefall eine Herausforderung, die weiterhin beobachtet werden muss.

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