Spektakulärer Protest in München: Greenpeace-Aktivisten besetzen Baukran
Am frühen Freitagmorgen sorgten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace in der Münchner Innenstadt für Aufsehen. In einer spektakulären Aktion in luftiger Höhe entrollten sie von einem Baukran ein riesiges Protestbanner mit der Aufschrift "Break Free From Tyrants" (auf Deutsch: "Befreie dich von den Tyrannen"). Das Transparent mit einer Fläche von 90 Quadratmetern hing in etwa 60 Metern Höhe und war im Umfeld der Münchner Sicherheitskonferenz deutlich sichtbar.
Protest gegen Energieabhängigkeit von Russland und USA
Laut einer Mitteilung von Greenpeace richtet sich die Aktion gegen die europäische Abhängigkeit von Flüssiggaslieferungen aus Russland und den USA. "Wer über Sicherheit spricht, muss auch über Energiepolitik sprechen", erklärte die Organisation. Zehn Kletterer hatten sich am frühen Morgen auf den Kran begeben, um das Banner anzubringen und so auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.
Polizei bestätigt Aktion ohne sofortige Maßnahmen
Die Münchner Polizei bestätigte gegenüber der Abendzeitung die Protestaktion. Zu möglichen Maßnahmen gegen die Aktivisten vor Ort konnten die Beamten zunächst noch keine Angaben machen. Die Aktion verlief friedlich, führte jedoch zu erhöhter Aufmerksamkeit in der Innenstadt.
Weitere Proteste rund um die Sicherheitskonferenz angekündigt
Greenpeace kündigte in ihrer Mitteilung bereits weitere Protestaktionen im Zusammenhang mit der Münchner Sicherheitskonferenz an. Für den Vormittag planten Aktivisten eine Demonstration auf dem Marienplatz, ebenfalls in unmittelbarer Nähe zum Konferenzort. Dabei sollen überlebensgroße, aufblasbare Skulpturen von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Einsatz kommen.
Die Skulpturen stehen symbolisch auf einem 10 Meter langen Modell eines Gas-Tankers, auf dem "Fossil Gas" zu lesen ist. Mit Bannern fordern die Aktivisten "Sichere Energie statt Gas-Abhängigkeit". Die Münchner Sicherheitskonferenz, das weltweit wichtigste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik, findet dieses Wochenende im Hotel Bayerischer Hof statt und zieht regelmäßig Proteste verschiedener Gruppen an.



