Supertaifun 'Sinlaku' verwüstet US-Außengebiet Nördliche Marianen mit extrem langsamer Zerstörungskraft
Supertaifun 'Sinlaku' trifft Nördliche Marianen mit voller Wucht

Supertaifun 'Sinlaku' verwüstet US-Außengebiet mit extrem langsamer Zerstörungskraft

Der Supertaifun 'Sinlaku' hat die Nördlichen Marianen im Westpazifik mit voller Wucht getroffen und dabei schwere Schäden auf den Inseln Saipan und Tinian verursacht. Das genaue Ausmaß der Verwüstung war zunächst unklar, doch erste Berichte sprechen von zerstörten Häusern, umgestürzten Bäumen und massiven Überschwemmungen. Der Sturm erreichte Windgeschwindigkeiten von mehr als 210 Kilometer pro Stunde, als er in der Nacht auf die Inseln traf, was ihn zum bisher schwersten Tropensturm des Jahres macht.

Extrem langsame Bewegung verstärkt die Verwüstung

Besonders dramatisch war die extrem langsame Fortbewegung des Taifuns, die dazu führte, dass er ungewöhnlich lange Zeit über dem US-Außengebiet mit rund 45.000 Einwohnern wütete. Meteorologe Landon Aydlett vom 'National Weather Service' in Guam betonte, dass diese Langsamkeit die Auswirkungen besonders diabolisch mache. 'Sobald es über den Inseln heller wird, werden wir mehr Klarheit haben', sagte er. Augenzeugen auf Tinian berichteten von absolut beängstigenden Bedingungen, mit starkem Wind, eindringendem Wasser und verwüsteten Häusern.

Orkanböen, neun Meter hohe Wellen und Sturmfluten

Neben den Orkanböen sorgten Sturmfluten für zusätzliche Gefahr. Auf Saipan wurden Wellenhöhen von rund neun Metern gemessen, was zusammen mit starken Regenfällen und Gewittern das Risiko von Überschwemmungen und Erdrutschen erheblich erhöhte. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, weiter in ihren Häusern oder in Schutzräumen zu bleiben. Viele Bewohner hatten sich zuvor in Evakuierungszentren in Sicherheit gebracht, und Hunderte Touristen waren aufgrund gestrichener Flüge auf der Inselkette gestrandet.

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Folgeschäden und historischer Vergleich

Obwohl 'Sinlaku' inzwischen von einem Supertaifun herabgestuft wurde, bleibt er laut Wetterdienst 'ein sehr gefährlicher Sturm der Kategorie 4'. Experten zufolge handelt es sich um den bisher stärksten Tropensturm des Jahres und den folgenschwersten seit dem Taifun Yutu im Jahr 2018, der auf den Nördlichen Marianen schwere Zerstörungen und wirtschaftliche Schäden angerichtet hatte. Prognosen deuten darauf hin, dass 'Sinlaku' nun in nordwestlicher Richtung über den Pazifik weiterziehen wird. Das weiter südlich gelegene US-Territorium Guam war ebenfalls von dem Sturm betroffen, jedoch traf er hier nicht direkt auf Land.

Die Lage im US-Außengebiet bleibt unklar, während Rettungskräfte und Behörden mit der Bewertung der Schäden beginnen. Die langsame Bewegung des Sturms hat die Zerstörungskraft verstärkt, was die Bewältigung der Folgen zusätzlich erschwert. Die Nördlichen Marianen und Guam, beide politisch zu den Vereinigten Staaten und geografisch zu Mikronesien gehörend, stehen vor einer langwierigen Aufräum- und Wiederaufbauphase.

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