Frühlingsboten im Saalekreis: Die Rückkehr der Störche begeistert
Das wohl schönste Zeichen des beginnenden Frühlings ist alljährlich die Rückkehr der Störche. Bereits am 22. Februar wurden aus Lössen und Tragarth die ersten Ankünfte in diesem Jahr gemeldet. Mittlerweile richten sich auf den 21 Horsten in der Aue im südlichen Saalekreis vielfach schon Storchenpaare gemütlich ein, wie etwa in Burgliebenau. Doch einige Horste, unter anderem in Maßlau, sind noch unbesetzt, wie Torsten Lengert, der ehrenamtliche Storchenbeauftragte des südlichen Saalekreises, auf Nachfrage mitteilte.
Erfolgreiche Brut, aber neue Herausforderungen
In den 21 Storchen-Horsten im südlichen Saalekreis wuchsen 2025 mehr als 40 Jungtiere heran. Diese positive Entwicklung wird jedoch durch eine unerwartete Gefahr getrübt. Von der offenen Kompostieranlage Beuna hatten die Störche in den vergangenen Jahren immer wieder bunte Gummiringe mitgenommen und ihren Jungen versehentlich als Würmer gefüttert. Viele Jungtiere verendeten infolgedessen, was zu großer Sorge unter Naturschützern führte.
Innovative Maßnahmen zum Schutz der Störche
Um die Elternstörche von der Futtersuche in der Kompostieranlage fernzuhalten, testet der Kreis nun erstmals neue Schutzmaßnahmen. Diese sollen verhindern, dass die Vögel weiterhin gefährliche Gummiringe aufnehmen. Torsten Lengert betont die Dringlichkeit dieser Schritte, da der Regen in der kommenden Zeit überlebenswichtig für die Nahrungssuche der Störche wird. Ohne ausreichende Feuchtigkeit könnten die natürlichen Futterquellen knapp werden, was die Abhängigkeit von problematischen Orten wie der Kompostieranlage erhöht.
Die Rückkehr der Störche bleibt ein faszinierendes Naturschauspiel, doch der Schutz des Nachwuchses erfordert kontinuierliche Aufmerksamkeit und innovative Lösungen. Die Bemühungen im Saalekreis zeigen, wie wichtig es ist, Mensch und Tier in Einklang zu bringen, um diese ikonischen Vögel für zukünftige Generationen zu erhalten.



