Hochwasserschutz in Wetterzeube: Baubeginn nach jahrelanger Vorbereitung
Im Frühjahr 2026 hat in der Gemeinde Wetterzeube der Bau einer neuen Hochwasserschutzanlage am Wehr der Weißen Elster begonnen. Dies markiert den Höhepunkt einer über zehnjährigen Planungsphase, in der zahlreiche Bestimmungen und Vorgaben verschiedener Landesbehörden berücksichtigt werden mussten. Die Maßnahmen sind eine direkte Reaktion auf das verheerende Hochwasser von 2013, das auch in Wetterzeube gewütet und erhebliche Schäden verursacht hatte.
Fischtreppe und Schutzmauer in Eigenregie
Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen geht Wetterzeube den Bau der Schutzanlage in eigener Regie an. Das Projekt umfasst zwei Hauptkomponenten: eine neue Fischtreppe und eine lange Schutzmauer entlang des Gewässers. Bereits vor Jahren erhielt die Gemeinde dafür über vier Millionen Euro Fördergelder aus dem Hochwasserschutz-Programm des Bundes. Diese Mittel können ohne Eigenbeteiligung der Gemeinde verbraucht werden, was die finanzielle Belastung deutlich reduziert.
Eine Million Euro für Planung und Vorarbeiten
Seit dem Jahr 2021 hat die Gemeinde Wetterzeube bereits rund eine Million Euro vor allem für Planungsleistungen und notwendige Vorarbeiten ausgegeben. Bürgermeister Frank Jacob (Die Linke) informierte über diese Ausgaben und lobte dabei ausdrücklich die Verwaltung: „Da muss ich mal ein Lob an unsere Verwaltung richten, die das Geld mit sehr viel Bedacht eingesetzt hat.“ Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit weiterer Sparsamkeit: „Wir müssen aber weiterhin mit einem spitzen Bleistift rechnen, um die Mittel auch sinnvoll zu verbrauchen.“
Der Baustart stellt für die Gemeinde ein bedeutendes Ereignis dar, da es sich um die erste größere Baumaßnahme dieser Art in Wetterzeube handelt. Die Schutzanlage soll künftig verhindern, dass der Mühlgraben und angrenzende Bereiche bei Hochwasserereignissen erneut über die Ufer treten. Die Arbeiten werden kontinuierlich vorangetrieben, um die Sicherheit der Anwohner und die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers nachhaltig zu verbessern.



