Neukloster: Ausstellung zeigt verschwundene Ladenvielfalt seit 1900
Neukloster: Verschwundene Läden in Ausstellung

Neukloster erinnert in einer neuen Ausstellung an seine verschwundene Ladenvielfalt. Der Museumsverein zeigt auf 21 Tafeln, wie sich das Stadtbild seit 1900 verändert hat – vom Ortseingang bis zum Waldhotel.

Viele Geschäfte, wenig Text

Einst gab es in Neukloster alles: Gärtner, Schneiderei, Manufakturwaren, Maler, Kleidung, Fahrräder, ein Kaufhaus, Zahnarzt und Zahntechniker, Lebensmittel, Bäcker, Fleischer. Die Ausstellung zeigt alte und neue Bilder mit kurzen Texten. Besucher betonen: „Heute ist fast alles weg.“

Vorbereitung dauerte über ein Jahr

Die Idee entstand im November 2024. Ab Februar 2025 arbeitete eine Gruppe von etwa sieben Mitgliedern unter Leitung von Heike Lodders. Sie nutzte 16 Bände des „Boten von Neukloster“ und alte Postkarten aus einem Aufruf. Die Gestaltung begann im Sommer 2025.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Tafeln starten um 1900 und zeigen Haus für Haus, Geschäft für Geschäft – von der Tankstelle bis zum Waldhotel. Viele Fotos stammen von Anwohnern.

Erinnerungen werden wach

Elfi Fuest (72) lebt seit 1970 in Neukloster. Sie erinnert sich an Frau Gierkes Kurzwaren- und Spielzeugladen, die Apotheke von Otto Held und die Schneiderin Persky. Besonders das Haus Hauptstraße 18: Dort war die Zahnarztpraxis von Anton Fuest neben dem Kaufhaus, und Winfried Fuest arbeitete als Zahntechniker – den heiratete sie später.

Brigitte Kaaksteen (87) kam 1944 aus Neubrandenburg. Sie kennt alle Straßen und vermisst die kleinen Geschäfte: „Was ist heute? So gut wie nichts!“

Ausstellung im Museum

Das Museum am Neumarkt 1 in Neukloster ist dienstags bis samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Die Ausstellung läuft noch bis auf Weiteres.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration