Gestrandeter Buckelwal vor Poel: Zustand unverändert – Experten erwarten Tod in der Bucht
Der gestrandete und geschwächte Buckelwal vor der Insel Poel in der Nähe von Wismar ist noch am Leben, doch sein Zustand hat sich in der vergangenen Nacht nicht verändert. Dies teilten sowohl die Wasserschutzpolizei als auch Greenpeace mit. Fachleute rechnen jedoch damit, dass das Tier in der Bucht sterben wird, nachdem alle Rettungsversuche am Mittwoch eingestellt wurden.
Keine Hoffnung auf Rettung – Vorbereitungen für den Tod laufen
Wie lange der Buckelwal noch überleben wird, lässt sich nach Einschätzung der Experten nicht vorhersagen. Bereits am Donnerstagvormittag erkundete ein Vermessungsboot die Umgebung des Wals, um eine mögliche Bergung vorzubereiten. Parallel dazu laufen am Deutschen Meeresmuseum zusammen mit den Behörden die Planungen für eine wissenschaftliche Obduktion, sollte der Wal sterben.
Nach seinem Tod soll das Tier zur Insel Dänholm transportiert und dort von externen und unabhängigen Expertinnen und Experten obduziert werden. Dieser Prozess wird umfassend dokumentiert. Neben Untersuchungen zu möglichen Krankheiten und zur Todesursache sollen auch der Körper und die Organe des Wals vermessen, gewogen und beprobt werden. Die Proben werden später der Wissenschaft zur Verfügung gestellt.
Wissenschaftliche Sicherung und Entsorgung geplant
Ein Großteil des Walkörpers soll fachgerecht durch ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen behandelt werden. Aktuell wird zudem ein Angebot zur wissenschaftlichen Sicherung des Walskeletts geprüft, das dem Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock vorliegt. Diese Maßnahmen dienen dazu, wertvolle Erkenntnisse über die Art und ihre Gesundheit zu gewinnen.
Der Buckelwal hatte sich seit Anfang März viermal festgesetzt. Zunächst wurde er im Hafen von Wismar gesichtet, später am Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein und letztlich vor Wismar gestrandet. Diese wiederholten Strandungen deuten auf eine ernsthafte Schwächung des Tieres hin, die nun wahrscheinlich zu seinem Tod führen wird.
Die Situation bleibt kritisch, und die Behörden sowie Umweltschutzorganisationen überwachen den Wal weiterhin, während sie sich auf das unvermeidliche Ende vorbereiten. Die Öffentlichkeit wird gebeten, Abstand zu halten, um das Tier nicht zusätzlich zu stressen.



