Kitzretter in der Uckermark: Einsatz gegen Mähtod mit Drohnen und Wärmebildkameras
Kitzretter in der Uckermark kämpfen gegen Mähtod

Kitzretter in der Uckermark: Einsatz gegen den blutigen Mähtod

Die Einsätze der Kitzretter beginnen stets in den frühen Morgenstunden und erstrecken sich oft über mehrere Stunden. Mit moderner Technik und großem Engagement setzen sich Ehrenamtliche in der Uckermark dafür ein, Tierbabys während der Mahd zu retten. Bis Mitte Mai müssen alle Abläufe perfektioniert sein, weshalb das Team um Michael Frenger intensiv übt.

Training mit Wärmflaschen und Drohnen

Aktuell trainiert das Kitzretter-Team von Michael Frenger mit einer großen Wärmflasche auf dem Feld. Diese wird auf einem Testgelände nahe Raakow versteckt, um den Drohnenpiloten die Möglichkeit zu geben, das Zielobjekt aus der Luft mit Wärmebildkameras aufzuspüren. Die Läufer werden dann zum Fundort dirigiert. „Üben, üben, üben“, betont der 59-jährige Tierschützer, denn jede Suche stellt eine neue Herausforderung dar. Die Kommunikation und jeder Handgriff müssen sitzen, bevor die erste Mahd beginnt.

Spenden ermöglichen moderne Ausrüstung

Nach einem Bericht des Nordkurier gingen zahlreiche Spenden ein, die es ermöglichten, Technik im Wert von über 14.000 Euro anzuschaffen. Zur Ausrüstung der Kitzrettung Parmen gehören nun zwei moderne Drohnen mit Wärmebildkameras, die von fünf Helfern bedient werden können. Michael Frenger, ein Diplomingenieur für Maschinenbau, hat sich anfangs allein mit der komplizierten Materie vertraut gemacht und nach und nach die anderen angelernt.

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Erfolgreiche Rettungsaktionen und Abläufe

Die Zahlen des Parmener Teams sind beeindruckend: Nicht nur Dutzende kleine Rehe werden Jahr für Jahr von den Wiesen geholt, auch Hasen und andere Wildtiere werden behutsam gerettet. Für einen 30 Hektar großen Schlag benötigt die Truppe mit einer Drohne etwa drei Stunden. Die Einsätze starten um 4.30 Uhr, im Juni sogar noch eine Stunde früher. Die Tierbabys werden nur mit Handschuhen und Grasbüscheln angefasst, in ausgepolsterte Kisten gesetzt und nach der Mahd sofort wieder freigelassen, damit die Mütter sie finden können.

Suche nach weiteren Mitstreitern

Wer die Kitzrettung Parmen unterstützen möchte, ist am Sonnabend, 18. April, um 15 Uhr am Ortsrand von Raakow in Richtung Ferdinandshorst willkommen. Mitgebracht werden sollten wetterfeste Bekleidung, körperliche Fitness und/oder technisches Verständnis für die Drohnensteuerung. Kontakttelefon: 0151 25740701. Die Retter hoffen auf weitere engagierte Helfer, um noch mehr Tierleben zu schützen.

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